Sendung über Freibadschließungen ARD-Mittagsmagazin berichtet aus dem Freibad Ueffeln

Von Eva Voß

Das NDR Fernsehen dreht in der kommenden Woche im Freibad Ueffeln einen Beitrag über Freibadschließungen in Deutschland. Auch das Freibad Ueffeln ist von der Schließung bedroht. Wer bei den Dreharbeiten live dabei sein möchte, ist laut Freundeskreis Freibad herzlich eingeladen. Foto: Eva VoßDas NDR Fernsehen dreht in der kommenden Woche im Freibad Ueffeln einen Beitrag über Freibadschließungen in Deutschland. Auch das Freibad Ueffeln ist von der Schließung bedroht. Wer bei den Dreharbeiten live dabei sein möchte, ist laut Freundeskreis Freibad herzlich eingeladen. Foto: Eva Voß

Ueffeln. Immer mehr Freibäder in Deutschland schließen. Am Beispiel des Freibades Ueffeln, das ebenfalls von der Schließung bedroht ist, berichtet das ARD-Mittagsmagazin (Mima) über das Problem. Die Dreharbeiten sind am Mittwoch, 15. August, ab 14 Uhr.

Deutschlandweit schließen immer mehr Freibäder. Allein im Jahr 2017 seien 175 Freibäder geschlossen worden, berichtete die Tagesschau kürzlich. Auch das Freibad in Ueffeln, das noch in diesem Monat seinen 45. Geburtstag feiert, ist von der Schließung bedroht. Beckenkopf und Technik sind in die Jahre gekommen und genügen nicht mehr den heutigen Standards. Im Herbst soll entschieden werden, ob in das Freibad investiert oder es geschlossen werden soll. Da die Stadtwerke als Betreiber des Bades eine hundertprozentige Tochter der Stadt Bramsche sind, fällt die Entscheidung letztlich der Stadtrat. Während sich die CDU und andere Oppositionsparteien schon jetzt auf eine Sanierung festgelegt haben, hält die Mehrheit aus SPD und FDP an dem Plan fest, eine Entscheidung erst nach Vorliegen aller Fakten zu treffen.

Keine Kostendeckung

Das Problem von Freibädern in Deutschland ist, dass sie praktisch nicht kostendeckend betrieben werden können. Die Saison geht meist nur von Anfang Mai bis Ende August. Die in dieser Zeit eingenommenen Eintrittsgelder decken dabei nur rund ein Drittel der Kosten, heißt es vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. "Das macht es für Kommunen vielfach schwierig, die Bäder zu betreiben und die Kosten für Sanierung oder gar Neubau aufzubringen", schreibt Gerd Landsberg, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes in einer Mitteilung zum Thema. 

Anhand des Beispiels Ueffeln will das ARD-Mittagsmagazin nun über die Problematik berichten. "In Ueffeln muss die Stadt fünf Euro pro Badegast drauflegen, um das Minus auszugleichen", heißt es vom NDR. Und das obwohl das kleine Freibad in diesem Sommer auf einen Besucherrekord zusteuert.

DLRG verurteilt Freibadschließungen

Die Folge dieser Entwicklung ist nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschat (DLRG), dass immer mehr Kinder in Deutschland nicht schwimmen können. Laut einer Forsa-Umfrage der DLRG aus dem Jahr 2017 sind fast 60 Prozent der zehnjährigen Kinder keine sicheren Schwimmer mehr. Als sicherer Schwimmer gilt demnach, wer mindestens in der Lage ist, die Disziplinen des Jugendschwimmabzeichens in Bronze zu erfüllen. "Wer Bäder schließt, um Kosten zu senken, handelt fahrlässig und verantwortungslos", sagte der DLRG-Vizepräsident Achim Haag bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse.

Ausgestrahlt wird der Beitrag, den das NDR Fernsehen in Ueffeln dreht, am Donnerstag, 16. August, ab 13 Uhr im ARD-Mittagsmagazin. Wer Interesse hat, bei den Dreharbeiten live dabei zu sein, sollte am Mittwoch, 15. August, ab 14 Uhr ins Freibad kommen.


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