Sommerkulturprogramm „Belle Roscoe“ unterhält in Bramsche auf hohem Niveau

Von Reinhard Fanslau

Gaben alles und kamen gut an: Belle Roscoe aus Australien. Fotos: Reinhard FanslauGaben alles und kamen gut an: Belle Roscoe aus Australien. Fotos: Reinhard Fanslau

Bramsche. Gut zwei Stunden unterhielt auf hohem Niveau am Donnerstagabend, 9. August 2018, die australische Band „Belle Roscoe“ die Zuschauer beim Sommerkulturkonzert auf dem Bramscher Kirchplatz. Die fünfköpfige Formation erhielt viel Beifall, am Ende kamen dann auch die Tänzer im Publikum auf ihre Kosten.

Irgendwie war dieses Mal alles ein klein wenig anders, als bei den Donnerstagskonzerten in den Wochen zuvor. Das Wetter war nicht ganz so sommerlich, beim Aufbau hatte es geregnet, der Kirchplatz war zu Beginn etwas weniger gefüllt als sonst, es wurde deutlich früher dunkel als sonst und die Musik der Künstler war auch irgendwie anders. Die Formation um das Geschwisterpaar Matt und Julia Gurry hat einen ganz eigenen Sound kreiert, den sie selbst als „Indie Folkrock“ bezeichnen. Dieser zeichnet sich durch sich langsam aufbauende und komplexe Songstrukturen aus. Diese sind alle relativ lang, die meisten mindestens fünf Minuten und noch länger. Eine eigenwillige Mischung, die sich eher zum Zuhören, als zum Abfeiern und Tanzen eignet. Das zeigte sich gleich beim ersten Song des Abends, „Know you better“. Den Bramschern gefiel es aber. Von Anfang an genossen sie den Abend spendeten der Band viel Applaus.

Vorbild „Fleetwood Mac“

Besonders gut kam auch der Mittelteil des Konzerts an. Diesen bestritten Matt und Julia Gurry ohne ihre Band nur mit akustischer Gitarre und zweistimmigem Harmoniegesang. Die beiden boten an dieser Stelle den einzigen bekannten Coversong des Abends: „Go your own way“ von Fleetwood Mac – der Band, die sie immer wieder nennen, wenn sie nach ihren musikalischen Vorbildern gefragt werden.

Je länger das Konzert dauerte, desto schwungvoller und rockiger spielten „Belle Roscoe“ auf. So sammelten sich dann gegen Ende des Auftritts doch so einige Tänzer vor der Bühne. Mit der sehr tanzbaren Zugabe „Love is gone“ und den Worten „Danke für einen wundervollen Abend“ von Julia Gurry verabschiedeten sich dann „Belle Roscoe“ ein paar Minuten nach 22 Uhr. Damit ging ein typischer Sommerkulturabend in Bramsche zu Ende. Zwar typisch, aber doch irgendwo auch anders als sonst.

Am Samstag geht es weiter im Sommerkulturprogramm. Dann spielen „Cookie & Friends“ um 19 Uhr im Spritzenhaus Klassiker der Rock- und Popmusik.


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