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Arbeiten bis 2014 Bramscher Wasserwerk wird fitgemacht für die Zukunft

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Bramsche. Fit für die Zukunft gemacht wird derzeit das Bramscher Wasserwerk in der Gartenstadt: Die Stadtwerke investieren in eine neue technische Ausrüstung und die Renovierung der Bausubstanz insgesamt 1,5 Millionen Euro. Abgeschlossen werden die Arbeiten im Frühjahr 2014 – pünktlich zum 100-jährigen Bestehen des Wasserwerks.

„Es ist die umfassendste Modernisierung des Wasserwerks seit Anfang der 1960er-Jahre“, sagt Frank Schulte, Technischer Leiter der Stadtwerke. Geschäftsführer Dieter Holzgrefe führt aus, dass die Stadtwerke 2007 die Rechte zur Entnahme von einer Million Kubikmeter Wasser pro Jahr bekommen hätten. „Die Bewilligung gilt für 30 Jahre, also bis 2037“, erklärt Holzgrefe. „Wir investieren jetzt so kräftig, um das Wasserwerk für diesen Zeitraum auf einem modernen Stand zu haben“. Dass die Arbeiten erst fünf Jahre nach der Zuteilung des Wasserrechts begonnen haben, erklärt wiederum Schulte: „Wir haben zunächst ab 2008 verschiedene Versuche durchgeführt, um die Wasseraufbereitung zu optimieren. Die Erkenntnisse, die wir daraus gewonnen haben, haben uns die Grundlage zur Planung der jetzigen Renovierungsarbeiten geliefert.“

Saniert werden die Rohrleitungen und Filterbecken, deren Substanz im Laufe der Jahrzehnte verschlissen war – auch wenn das geförderte Grundwasser in Bramsche sehr sauber ist. „Es enthält recht viel Eisen. Das ist für den Menschen nicht schädlich, führt aber in den Rohren zu starken Ablagerungen“, erläutert Betriebsleiter Jürgen Westerfeld. Vorgenommen wird ferner eine Instandsetzung des Gebäudes. Modernisiert wird auch die Mess- und Steuerungstechnik. „Einige Schaltschränke sind aus den 60er-Jahren. Sie tun zwar noch ihren Dienst, dürfen aber allmählich mal in Rente gehen“, schmunzelt Stadtwerke-Chef Holzgrefe.

Die Sanierung erfolgt im laufenden Betrieb: „Unter Volllast fördert das Wasserwerk durchschnittlich 2600 Kubikmeter Wasser pro Tag“, erklärt Frank Schulte. Diese Leistung sei nun reduziert auf 1500 Kubikmeter pro Tag. Um die Versorgung mit Trinkwasser müssen sich die Bramscher und Achmeraner, die von der Gartenstadt aus beliefert werden, keine Sorgen machen: „Die fehlenden Mengen kaufen wir von benachbarten Wasserversorgern hinzu.“

Die Bauarbeiten werden sich bis ins Frühjahr 2014 hinziehen. „Dann wollen wir nicht nur die Fertigstellung mit den Bramschern feiern, sondern auch das 100-jährige Bestehen des Wasserwerks: Seit 1914 wird die Bevölkerung von diesem Standort aus mit Trinkwasser versorgt“, blickt Frank Schulte voraus. Für das Jubiläum bitten die Stadtwerke um Mithilfe: „Wir wollen die Entwicklung des Wasserwerks zeigen. Es wäre schön, wenn sich Bramscher bei uns melden, die noch ältere Dokumente haben, zum Beispiel Fotos“, wirbt Schulte. Wer fündig wird, kann sich bei Frank Schulte oder Dieter Holzgrefe bei den Stadtwerken melden, Telefon 887-0.


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