Regelmäßige Notfallübungen Bramscher DLRG unterstützt Aufsicht in den Freibädern

Damit der Badespaß unbeschwert bleibt, engagiert sich die DLRG in den Bramscher Freibädern. Symbolfoto: Victoria Bonn-Meuser/dpaDamit der Badespaß unbeschwert bleibt, engagiert sich die DLRG in den Bramscher Freibädern. Symbolfoto: Victoria Bonn-Meuser/dpa

Bramsche. 17 Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Bramsche sind derzeit in der Freibadsaison unterstützend am Darnsee und im Freibad Ueffeln im Einsatz. Täglich von 14 bis 18.30 Uhr und am Wochenende bereits ab 13:00 Uhr helfen sie bei der Wasseraufsicht. „Aufgrund der langen Wärmeperiode und den damit verbundenen hohen Besucherzahlen wird es auch mal später“ berichtet Rettungsschwimmerin Dorothee Probst.

Bereits neun Jahre gemeinsame Erfahrung in der Unterstützung der Schwimmmeister in den Freibädern Ueffeln und Darnsee liegen hinter den beteiligten Mitarbeitern der Stadtwerke sowie der Bramscher DLRG. Die im letzten Jahr gemachten guten Erfahrungen haben zur Weiterführung und Weiterentwicklung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit geführt. Die DLRG freut sich, zum weiteren Bestand der Freibäder in Bramsche beitragen zu können.

Um über die erlernten Kenntnisse in der Ersten Hilfe und dem Rettungsschwimmen hinaus gut auf Notfälle vorbereitet zu sein, finden regelmäßige Übungen statt – meistens am Darnsee. „Der Darnsee ist aufgrund seiner Größe und dem unsichtigen Wasser eine größere Herausforderung. Die Bedingungen sind anders als im Freibad Ueffeln oder im Hallenbad“, erläutert die DLRG-Vorsitzende Sabine Reese-Holstein.

Im Rahmen einer Übung mussten die Rettungsschwimmer Notfälle erkennen, eine Beurteilung vornehmen und handeln. Mimen des Teams RUND (Realistische Unfalldarstellung) stellten beispielsweise folgende Notfälle: „Sturz auf einem Steg: Der Patient hat eine Platzwunde am Kopf und klagt über starke Schmerzen im Rückenbereich, bei vollem Bewusstsein“ oder „Sonnenstich: An einem schwülheißen Tag hat eine Gruppe Jugendlicher den frühen Nachmittag über Volleyball gespielt. Plötzlich muss sich einer der Spieler setzen. Er hat einen hochroten Kopf, die Haut fühlt sich heiß und trocken an. Er klagt über ein Schwächegefühl“.

Ein weiteres Szenario beschreibt eine junge Frau, die allergisch auf einen Wespenstich reagiert. Im Team müssen die Rettungsschwimmer jeweils die realistischen Notfallübungen und die damit einhergehenden Gefahren richtig erkennen, den Notruf absetzen, Erste Hilfe leisten, für die Einweisung des Rettungswagens sorgen und die Verunfallten bis zur Übergabe an das Fachpersonal betreuen.

„Es ist gut, dass wir an Praxisbeispielen üben und ein Feedback bekommen, so wird man auch für einen echten Notfall sicherer und besser“, sagt die Rettungsschwimmerin Marion Borm.

Wie den Pressemitteilungen des Präsidiums der DLRG zu entnehmen ist, sind in den ersten sieben Monaten des Jahrs 2018 schon 276 Menschen ertrunken. Dies sind 37 Personen mehr als im Vergleichszeitraum 2017. 250 Todesfälle, also etwa 90 Prozent, ereigneten sich an den ungesicherten Badestellen im Binnenland. Um der nachlassenden Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung entgegenzuwirken ist aus Sicht der DLRG jedes Bad erforderlich. Das Freibad Ueffeln sei aufgrund seiner guten Überschaubarkeit gerade für ältere Menschen und Familien mit Kindern sehr gut geeignet, die körperliche Fitness zu erwerben und erhalten.


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