Firmen bekleben ihre Fahrzeuge Verkehrswacht Bramsche setzt sich für Rettungsgasse ein

Von Judith Perez

Die Bramscher Unternehmen Dallmann, Berghegger, Beckermann und Kotte sowie die Feuerwehr und derMalteser Hilfsdienst statten ihre Fuhrparks mit dem Rettungsgasse-Aufkleber aus. Darüber freut sich Verkehrswacht-Vorsitzender Herbert Bockstiegel (Dritter von rechts). Foto: Judith PerezDie Bramscher Unternehmen Dallmann, Berghegger, Beckermann und Kotte sowie die Feuerwehr und derMalteser Hilfsdienst statten ihre Fuhrparks mit dem Rettungsgasse-Aufkleber aus. Darüber freut sich Verkehrswacht-Vorsitzender Herbert Bockstiegel (Dritter von rechts). Foto: Judith Perez

Bramsche. Um die Verkehrsteilnehmer für das Bilden einer Rettungsgasse zu sensibilisieren, stattet die Verkehrswacht Bramsche/Wallenhorst Bramscher Unternehmen mit großen Aufklebern aus.

„Wenn es, wie erst kürzlich auf der A1 in unmittelbarer Nähe zur Anschlussstelle Bramsche, zu einem Unfall kommt, beginnt der Verkehr zu stocken. Dann muss sofort eine Rettungsgasse gebildet werden – und nicht erst, wenn das Signalhorn der Rettungsfahrzeuge zu hören ist“, erklärt Herbert Bockstiegel, Vorsitzender der Verkehrswacht Bramsche/Wallenhorst. „Allerdings scheinen einige Verkehrsteilnehmer diese Regel entweder nicht zu kennen oder sich bewusst darüber hinwegzusetzten“, wundert sich Bockstiegel.

Deshalb möchte der Verein mit Aufklebern zum Bilden einer Rettungsgasse wachrütteln. Unterstützung erhält er dabei von Bramscher Unternehmen mit großem Fuhrpark, die ihre Fahrzeuge mit den Aufklebern ausstatten. Katrin Börste von Dallmann Straßen- und Tiefbau hat bereits 60 ihrer Firmenfahrzeuge bekleben lassen. Auch die Spedition Berghegger, das Busunternehmen Beckermann und die Autovermietung Kotte ziehen mit und kleben den blauen Streifen mit der symbolisierten Rettungsgasse auf die Hinterseite ihrer Fahrzeuge. Die Einsatzfahrzeuge von Malteser und Feuerwehr sind sowieso mit dem Aufkleber ausgestattet.

Rechte-Hand-Regel

Bockstiegel weist auf den einfachen Grundsatz der „Rechte-Hand-Regel“ hin, die wie folgt funktioniere. „Fährt man auf dem linken Fahrstreifen, so weicht man nach links aus. Verkehrsteilnehmer auf allen übrigen Fahrstreifen, übrigens auch Motorradfahrer, fahren nach rechts und zwar unabhängig davon, wie viele Fahrstreifen vorhanden sind. Wenn man die rechte Hand hochhalte, symbolisiert der abgespreizte Daumen die linke Spur und alle anderen Finger die rechten Fahrbahnstreifen“, erklärt Bockstiegel.

Bis zu 320 Euro Bußgeld

Das Bilden einer Rettungsgasse ist übrigens „ganz klar in Paragraph 11 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung geregelt“, so der Vorsitzende der Bramscher Verkehrswacht. Und der ADAC weist darauf hin, dass seit 2017 nicht mehr 20 Euro, sondern zwischen 200 und 320 Euro, je nach Gefährdung, sowie zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot als Strafe fällig werden können, halte man sich nicht an diese Regelung. „In Österreich können es sogar 726 bis 2180 Euro werden“, heißt es beim ADAC.

Wer auf seinem Privatfahrzeug für das Bilden einer Rettungsgasse werben möchte, kann bei der Verkehrswacht Bramsche/Wallenhorst kostenlos Aufkleber beziehen, Tel. 05468/500 oder E-Mail herbert.bockstiegel@osnanet.de.


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