Am 9. September 2018 Bramscher Flickencafé-Team in der NDR-Plattenkiste

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Letzte Absprachen treffen Hans Schütte, Wim Vije und Helmut Kölbach (von links). Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeLetzte Absprachen treffen Hans Schütte, Wim Vije und Helmut Kölbach (von links). Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Am Donnerstag, 9. August 2018, ist das Team des Flickencafés im Bramscher Bahnhof von 12 bis 13 Uhr in der „Plattenkiste“ von NDR 1 Niedersachsen zu Gast

Vor rund einem Jahr gegründet, hat sich das Flickencafé, zu dem das 22-köpfige Organisationsteam an jedem letzten Freitag in das historische Bahnhofsgebäude einlädt, als ein fester Bestandteil des Bramscher Veranstaltungskalender etabliert. „Meist kommen so um die 30 Leute. Einige haben etwas dabei, was repariert werden muss, aber viele kommen auch einfach für ein loses Treffen bei Kaffee und Kuchen“, berichtet der „bekennende NDR 1-Hörer“ Hans Schütte, einer der Mitorganisatoren. “Schütte war es auch, der als „bekennender NDR 1-Hörer“ die Idee hatte, das „Flickencafé-Team“ für die Plattenkiste anzumelden. Schon seit Jahrzehnten haben in diesem beliebten Format Vereine, Clubs, Büro- oder Interessengemeinschaften die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit vorzustellen und für die Stunde Programm auch das Musikprogramm zusammen zu stellen. Schütte hört die Sendung jeden Mittag. Klick machte es allerdings erst, als irgendwann in diesem Frühjahr das Stichwort „Bramsche“ fiel. Zwar handelte es sich bei genauerem Hinhören um das Bramsche bei Lingen im Emsland, aber das Flickencafé-Team beschloss, sich ebenfalls anzumelden. Am 31. Mai 2018 schickte Schütte den Brief ab und, anders als erwartet, flatterte schon wenige Wochen später die Einladung in Haus. Termin: 9. August 2018.

Umgehend wurde eine Whatsapp-Gruppe gegründet, über die ein großer Teil der Planung lief. „Wir wollen vermitteln, dass wir ein Treffpunkt für Tüftler, aber auch für alle Bramscher Bürger sind“, sagt Helmut Kölbach, der ebenfalls am Donnerstag nach Hannover ins Funkhaus fahren wird. „Außerdem wollen wir darauf hinweisen, dass man längst nicht Alles, was nicht funktioniert, gleich wegwerfen sollte, sagt der Fotodesigner, der nach eigenem Bekunden schon als Kind gern tüftelte.

Keine Konkurrenz für Handwerk

Dem Team des Flickencafés gehören Menschen aus den verschiedensten Berufsfeldern an, Ex-Lokführer wie Schütte, gelernte Elektriker und Schlosser wie Wim Vije oder Tüftler wie Kölbach. Aber darum geht es gar nicht so sehr. Es sind mehr Kleinigkeiten wie zu wechselnde Batterien, erodierte Schalter oder Birnen, die gewechselt werden müssen, bei das Team gemeinsam mit den Hilfesuchenden Hand anlegt. Als Konkurrenz für das örtliche Handwerk verstehen sie sich nicht.

Immer mit dabei sind die Strick-Damen, die aber auch wissen, wie man einen Socken stopft und das Team der Fahrradwerkstatt der Stadtjugendpflege. Als ihr Vertreter wird Christian Reddehase mit im Studio sein, um den generationenübergreifenden Status des Treffs zu verdeutlichen.

Zu fünft werden sie sich am frühen Donnerstagmorgen mit der Bahn auf den Weg nach Hannover machen, Hans Schütte, Helmut Kölbach und Christian Reddehase werden dann dem Moderator in Studio Rede und Antwort stehen. Und die Musik: „Von allem etwas“, verspricht Hans Schütte.


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