Serie: Die Kunden und ich Kioskbetreiber Jens Mehring: "Bramsche ist im Darnsee-Fieber"

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Ein eingespieltes Team: Kioskbetreiber Jens Mehring kann sich auf seine Mitarbeiterinn Pauline Schultheis (Mitte) und Manuela Wehner verlassen. Foto: Eva VoßEin eingespieltes Team: Kioskbetreiber Jens Mehring kann sich auf seine Mitarbeiterinn Pauline Schultheis (Mitte) und Manuela Wehner verlassen. Foto: Eva Voß

Bramsche. Bedienungen, Ärzte, Kassierer – in unserem Alltag haben wir immer mal wieder mit ihnen zu tun, doch selten machen wir Kunden uns darüber Gedanken, wie wir auf sie wirken. Wir haben daher einmal nachgefragt. Teil 17: Jens Mehring, der Kioskbetreiber vom Darnsee.

In der zweiten Saison betreibt der Bramscher Jens Mehring den Kiosk am Darnsee. Während der vergangene Sommer nur wenige richtige schöne Tage zu bieten hatte, steuern die Besucherzahlen am Darnsee in diesem Jahr auf einen Rekord zu. Im Interview verrät er, welche Snacks am besten laufen, ob die Besucher in dieser Saison noch auf Pommes hoffen können und welche Attraktionen er in Zukunft plant.

Herr Mehring, wie sind Sie dazu gekommen, Pächter des Kioks am Darnsee zu werden?

Ich bin Trainer beim FCR Bramsche und vor zwei Jahren war ich mit meinen Jungs zum Training hier am See. Ich war seit meiner Kindheit nicht mehr da und dachte, dass es ein toller Ort ist und man einiges daraus machen könnte. Als ich dann einige Zeit später in der Zeitung gelesen habe, dass ein neuer Pächter gesucht wird, habe ich die Chance ergriffen. Ich hatte einfach ein gutes Bauchgefühl und habe es auch bisher nicht bereut.

Diese Saison unterscheidet sich ja schon ein bisschen von ihrer ersten als neuer Pächter.

Oh ja, allerdings. Im vergangenen Jahr gab es nur wenige Tage mit richtig gutem Wetter und die meisten Bramscher kommen eben nur, wenn der Himmel strahlend blau und die Temperaturen hoch sind. Da musste ich erst einmal viel investieren. Wir hatten ja im Vorfeld der Saison nur wenig Zeit, um alles vorzubereiten und wir wussten auch nicht so genau, was auf uns zu kommt. Da mussten wir uns schon ein bisschen einarbeiten. Diese Saison gleicht das aber sehr gut aus. Bramsche ist im Darnsee-Fieber. Es kommen aber auch viele Besucher von außerhalb.

Woher zum Beispiel?

Durch die vergrößerte Wasserski-Anlage am Alfsee wurde der Strand dort verkleinert. Davon profitieren wir, denn viele Besucher, die sonst zum Schwimmen an den Alfsee gefahren sind, kommen nun zu uns.

Welche Snacks laufen denn am besten?

Bei den Temperaturen, die wir im Moment haben, ist Eis und Slush Ice natürlich der absolute Renner. Danach kommen erst die Getränke. Im Grunde läuft also alles sehr gut, das abkühlt. Aber auch Süßigkeiten und Nacho-Chips kommen gut an. Die Geschmäcker sind eben unterschiedlich. Insgesamt haben wir mehr als 100 Produkte im Angebot. Da sollte für jeden etwas dabei sein.

Und wie ist die Arbeit im Kiosk? Gibt es da auch schon mal Ärger, wenn die Schlange zu lang ist?

Es ist natürlich nicht leicht immer jeden Geschmack zu treffen und jedem gerecht zu werden. Meine Mitarbeiterin Manuela Wehner hat das Kioskmanagement bis auf den Einkauf komplett übernommen und macht das sehr gut. Durch die Monitore können sich die Leute während der Wartezeit schon einmal informieren, was es gibt und sich schneller entscheiden. Das hat die Wartezeit verkürzt. Die Monitore wird es demnächst auch im Imbiss geben. Hin und wieder bekommen die Mitarbeiter im Kiosk auch Trinkgeld. Was ich ganz toll finde und was sie sich selbst überlegt haben, ist, dass sie dieses Geld sammeln und es Kindern geben, die zum Beispiel ein Eis kaufen wollen, aber vielleicht eigentlich 50 Cent zu wenig dabei haben.

Ist Ihnen schon mal etwas ausgegangen, sodass Sie Kunden wegschicken mussten?

Nein, bisher noch nicht. Wir haben seit einiger Zeit einen super Lieferanten, der innerhalb von 24 Stunden liefern kann, wenn uns etwas ausgeht. Und wenn es hart auf hart kommt, dann fahre ich auch schon mal selber los und kaufe schnell etwas, damit wir nicht mit leeren Händen dastehen.

Einige Darnsee-Besucher warten sehnsüchtig auf Pommes und Bratwurst. Wann können sie damit rechnen?

Der Container steht schon bereit und das Konzept ist fix und fertig. Es wird Pommes, Bratwurst und Nuggets zum Beispiel in biologisch abbaubaren Bechern, statt in Schalen geben. So können Kinder sie besser festhalten und es geht weniger daneben. Das Problem war, dass wir recht lange auf die Baugenehmigung warten mussten und es nicht leicht war, Handwerker zu finden. Heute wird aber der Elektriker starten. Wenn alles fertig ist, muss das Veterinäramt aber noch eine Abnahme machen. Vielleicht schaffen wir es also noch in dieser Saison, Pommes und Bratwurst zu servieren.

 Sie haben gesagt, dass man aus dem Darnsee sehr viel machen könnte. Haben Sie schon Ideen?

Für die kommende Saison planen wir zum Beispiel, eine mobile Rutsche zu kaufen. Mit der kann man dann aus einer Höhe von sechs Metern in den See rutschen. In Zukunft möchten wir aber nicht nur an den schönen Tagen Besucher anziehen, sondern auch Freizeitangebote bieten, die an weniger schönen Tagen attraktiv sind. Das können etwa Spielmodule sein, oder eine Trampolinanlage. Vielleicht könnten sich Bramscher Unternehmen als Sponsoren beteiligen, sodass diese Angebote für Familien sehr günstig oder sogar kostenlos sind.


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