Teamtimes und Gruppenabende Baseballcamp 2018 in Bramsche bot mehr als „nur“ Sport

Von Stefanie Demund


Bramsche. 125 Kinder und Jugendliche haben am Baseballcamp 2018 der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bramsche teilgenommen. 20 Trainer aus Texas lehrten die Grundzüge der US-amerikanischen Sportart – und noch einiges mehr.

„Mit 125 Teilnehmern waren es dieses Jahr sogar mehr als ursprünglich geplant. Und wir mussten leider vielen absagen, weil wir bereits voll sind“, erklärte Mitorganisator Frank Ludwig. Er hatte gemeinsam mit Daniel Lipp und Olaf Petzel in Zusammenarbeit mit der Organisation Synergy Sports Camps das Baseballcamp 2018 auf die Beine gestellt. Das nötige Equipment wurde von der Organisation gestellt und wird für solche Camps in einer Station in Lübbecke aufbewahrt.

Gemeinschaft steht im Vordergrund

„Bei uns steht nicht die Leistung im Vordergrund, sondern der Gemeinschaftsaspekt. Das begründet sich mit unseren christlichen Wurzeln“, erklärte Lipp. „Man konnte sogar im Laufe der Woche beobachten, dass selbst bei einer Niederlage ein Team nicht total enttäuscht war, sondern eher die Einstellung hatte, dass es auch gut ist, weil sich jetzt zumindest die andern freuen können.“

Der Tagesablauf bei dem Camp, das bereits zum achten Mal stattfand, war an den Wochentagen meist ähnlich. Um 8 Uhr trafen sich alle Trainer und Teilnehmer zu einer Morgenandacht, gefolgt von einer Besprechung, was für den jeweiligen Tag geplant ist. Es wurden Gedanken und Fragen ausgetauscht. Anschließend ging es jeweils für die Neun- bis Zwölfjährigen und für die 13- bis 15-Jährigen auf den Sportplatz. Hier wurde in halbstündigen Etappen trainiert und gespielt. Dabei gab es auch sogenannte Teamtimes. In dieser Zeit kam das Team zusammen und lernte sich kennen, der Teamgedanke wurde durch Gespräche gestärkt. „Es ist egal, welche Herkunft oder Nation die Teilnehmer haben. Hier sind alle willkommen und es ist sehr erfreulich, dass das alles so friedlich abläuft, obwohl sie teilweise ganz unterschiedliche Hintergründe haben“, sagte Frank Ludwig. In den Teamtimes wurde aber auch über den Glauben und die Bibel geredet. „Geleitet wird das meist von den Amerikanern, denn jeder von ihnen bringt eine einzigartige Lebensgeschichte mit. Es ist faszinierend, denen zuzuhören“, erzählte Lipp. Nachmittags trainierten dann die 16- bis 21-Jährigen nach demselben Schema.

Texas-Night und Turniertag

Abends kamen alle wieder zum Campabend im Gemeindehaus an der Hasestraße zusammen. Es wurden Fotos vom Tag gezeigt, die Frage des Tages wurde bekannt gegeben und kleine Preise waren zu gewinnen. Außerdem gab es Livemusik. Am Donnerstag fand eine Texas-Night statt, bei der nach dem Campabend für alle Teilnehmer und Angehörige Essen und Getränke angeboten wurden, aber auch unterschiedliche Stationen, wo jeder sein Können beispielsweise beim Hufeisenwerfen unter Beweis stellen konnte. Dieses Jahr war dabei ein Highlight das Bullriding, bei dem die Anwesenden jede Sekunde feierten, in der man es schaffte, auf dem Bullen sitzen zu bleiben.

Zum Abschluss des Camps wurde am Samstag ein kompletter Turniertag ausgerichtet.

Jeden Abend gab es ein gemeinsames Programm. Am Donnerstag war es eine Texas-Night, bei der am Gemeindehaus in der Hasestraße das Bullriding besondere Aufmerksamkeit fand. Foto: Stefanie Demund

Die Amerikaner, die sich speziell für dieses Camp Urlaub nahmen und auf eigene Kosten nach Bramsche kamen, fühlten sich „sehr geliebt und gut aufgehoben“, wie Kevin Phillips erzählte. „Dank der Familien und der Gemeinde fühlen wir uns zuhause, wenn wir hier sind.“ Lächelnd fügte er hinzu: „Wenn alle so freundlich sind, wie unsere Gastfamilien, dann muss Bramsche eine wundervolle Stadt sein.“ Der schwerste Teil sei es, am Ende der Woche „Goodbye“ zu sagen.


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