Container stehen am Ex-Telepoint-Markt Euronics XXL und Action beginnen mit Umbau in Bramsche

Von Marcus Alwes

Ein erster Container ist vor dem früheren Telepoint-Markt aufgebaut. Ab Montag wird an der Maschstraße ausgeräumt, anschließend ziehen Euronics XXL und Action ein. Foto: Marcus AlwesEin erster Container ist vor dem früheren Telepoint-Markt aufgebaut. Ab Montag wird an der Maschstraße ausgeräumt, anschließend ziehen Euronics XXL und Action ein. Foto: Marcus Alwes

Bramsche. Der Mietvertrag ist offenbar immer noch nicht unterzeichnet, aber er gilt zwischen den beteiligten Parteien als fertig ausgehandelt. Und so ist vor dem früheren Telepoint-Gebäude an der Maschstraße in Bramsche inzwischen ein erster Container aufgestellt worden, damit dort am Montag die Aufräum- und Umbauarbeiten beginnen können. Euronics XXL und Action wollen einziehen.

Der Unternehmer Hermann Mösker redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Ja, mit Beginn der nächsten Woche fangen wir mit dem Ausräumen der Hallen an“, sagt der Chef von Euronics XXL. Dazu seien die entsprechenden weinroten Container bestellt worden. Das, was die Vorgänger nicht aus Bramsche mitgenommen hätten, werde entsorgt. Anschließend beginne sein Team mit dem Ladenbau für den eigenen Elektronikfachmarkt, so Mösker auf Nachfrage: „Das wird ein bis zwei Monate dauern. Wenn alles gut läuft, können wir dann im Oktober die Euronics-XXL-Niederlassung eröffnen.“

Niederländischer Non-Food-Discounter Action zieht ebenfalls ein

Mösker bestätigte, dass auch der niederländische Non-Food-Discounter Action weiter zu dem Projekt stehe und ebenfalls einen nennenswerten Teil der Gebäudefläche übernehmen werde. Rund 1100 Quadratmeter fallen an Euronics XXL, etwas mehr als 700 Quadratmeter werden von Action belegt. Beide Geschäfte werden schließlich durch eine große Zwischenwand von einander getrennt. Vermieter der Flächen ist das Unternehmen Klaas & Kock aus dem westfälischen Gronau, das auch für die Lebensmittelkette K+K steht. Der in Kürze noch zu unterzeichnende Mietvertrag hat dabei nach Informationen unserer Redaktion – nach langen und zähen Gesprächen – zunächst eine Laufzeit von zehn Jahren, es soll in dem Kontrakt aber auch Verlängerungsoptionen geben.

Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus: „Nicht selbstverständlich“

Das Anrollen der Entsorgungscontainer an der Maschstraße ist natürlich auch im Bramscher Rathaus bemerkt worden, wo der städtische Baudirektor Hartmut Greife und Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus sich zuletzt noch einmal über den Sachstand der jüngsten Mietvertragsverhandlungen hatten informieren lassen. „Die Rückmeldungen, die wir von allen drei beteiligten Parteien bekommen haben, waren schon positiv und zuversichtlich, dass man dicht vor einer Einigung stehe“, erklärte Sandhaus auf Anfrage unserer Redaktion. Es sei übrigens „keine Selbstverständlichkeit, dass ein Standort wie Bramsche mit etwas mehr als 30000 Bürgern immer noch einen solchen Elektronikfachmarkt hat bzw. bekommt “, so der Wirtschafsförderer weiter. Es zeige aber, dass trotz aller Internetanbieter und Online-Optionen „immer noch in den stationären Einzelhandel investiert wird – und dass sich das auch lohnt“.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN