Ausschuss berät am 9. August Neue Vorlage für Schleptruper Gewerbegebiet Eiker Esch

Von Heiner Beinke


Bramsche. Der Bebauungsplan Nr. 164 „Industrie- und Gewerbegebiet Eiker Esch“ soll erneut öffentlich ausgelegt werden. Vorausgegangen sind intensive Abstimmungsgespräche unter anderem mit betroffenen Schleptrupern. Der Fachausschuss wird am Donnerstag, 9. August über die Vorlage beraten.

Der Plan hatte bereits vom 3. April bis zum 7. Mai 2018 öffentlich ausgelegen. In dieser Zeit sei „eine Arbeitsgemeinschaft aus

betroffenen Bürgern mit dem Wunsch an die Verwaltung herangetreten, zusätzliche Maßnahmen für eine ökologische Aufwertung in die Bauleitplanung aufzunehmen,“ heißt es in der Vorlage für die Ausschusssitzung. Diesen Wünschen komme die Verwaltung „teilweise“ nach. Dazu gehören eine intensivere Straßenraumbegrünung, die Anpflanzung von Blühstreifen, die Einrichtung einer Pufferzone entlang des Waldes im Südosten.

Dachbegrünung

Ein zentrales Thema waren bei den Gesprächen Dach- und Fassadenbegrünungen. Zu dem Thema gab es auch eine Informationsveranstaltung im Rathaus. Die Verwaltung schlägt dem Rat jetzt vor, Begrünungen nicht als verbindlichen Teil der Planungen aufzunehmen. Dagegen sprächen „die erheblichen finanziellen Mehrbelastungen für die Unternehmen, die neben den Investitions- und Pflegekosten auch mit höheren Baukosten zu rechnen haben, wenn die Gebäudestatik aufgrund höherer Traglasten (abhängig von der Ausführung der Dachbegrünung) verstärkt werden muss,“ heißt es in der Begründung der umfangreichen Vorlage. Im Ergebnis könne eine verbindliche Festsetzung „nach Ansicht der Verwaltung dazu führen, dass ansiedlungswillige Betriebe aufgrund der finanziellen Mehrbelastung und fehlender Förderungen sich nicht in Bramsche niederlassen.“

Beratung

Statt dessen schlägt die Verwaltung vor, das Thema Begrünung im Rahmen der Grundstücksverkäufe mit den Firmen zu verhandeln. Auch Fördergelder könnten Unternehmen motivieren, aus Eigeninitiative tätig zu werden. Die Verwaltung bietet zudem allen Unternehmen eine intensive Beratung zu dem Thema an. Nach Abschluss der Bauleitplanung könnte ein einheitliches Begrünungskonzept durch ein Fachbüro erstellt werden.

Eine weitere Änderung gegenüber der ersten Planung: Die Bundesstraße ist nicht mehr Bestandteil des Plangebietes. Da keine baulichen Veränderungen an der B 218 vorgesehen seien, bestehe auch kein Regelungsbedarf.

Verkürzte Auslegung

Da der Plan bereits öffentlich ausgelegen hat, empfiehlt die Verwaltung jetzt eine verkürzte öffentliche Auslegung von zwei Wochen, in der Anregungen nur zu den Teilen des Bebauungsplanes geltend gemacht werden können, die geändert worden sind.

Die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt beginnt am Donnerstag, 9. August, um 17 Uhr im Ratssaal.


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