Vermisste suchen und retten DLRG-Gruppen üben am Bramscher Hasesee

Bootsführer Matthias Probst mit Bootsmannschaft und Strömungsrettern. Foto: DLRGBootsführer Matthias Probst mit Bootsmannschaft und Strömungsrettern. Foto: DLRG

Bramsche. Die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) Nord des DLRG-Bezirks Osnabrück mit den Ortsgruppen Bramsche, Quakenbrück, Obere Hunte (Bohmte/Bad Essen) haben in Bramsche gemeinsam für den Einsatzfall geübt.

Die Ortsgruppen bereiten sich jeweils an einem gemeinsamen Dienstabend im Monat auf Gefahrensituationen vor. Der letzte Dienstabend wurde vom Technischen Leiters Einsatz der DLRG-Ortsgruppe Bramsche organisiert.

Mitglieder aller drei Ortsgruppen trafen sich mit dem nötigen Material wie Fahrzeuge, Boote, Strömungsausrüstung zu einer Übung am Hasesee. Geübt werden sollte die Kommunikation unter den Einsatzkräften, sowie die Reaktion auf neue, sich verändernde Einsatzbedingungen an Fallbeispielen.

Der Einsatzauftrag lautete zunächst, eine Sandsackfüllstation zu errichten und die Sandsäcke mit Booten an vorgesehene Verwendungsorte zu transportieren. Als plötzlich zwei Schwimmer unerwartet im See auftauchten, mussten die Einsatzkräfte umdenken. Die „geretteten“ Schwimmer berichteten den Einsatzkräften von zwei vermissten Kindern im Uferbereich in der Nähe der Brücken.

Mit Booten und Strömungsrettern wurden die Uferränder abgesucht. Während der Suche nach den vermissten Kindern wurden von den Bootstrupps drei weitere Personen auf der Insel gesichtet. Die Befragung ergab, dass diese beobachtet hatte, wie die Kinder untergegangen waren. Sie standen unter Schock und mussten daher von Ersthelfern betreut werden. Sie wurden von Booten zur weiteren Versorgung abtransportiert.

Währenddessen liefen beim Übungsleiter weitere Informationen auf: Eine weitere Person sei im Bereich der Sandgrube in einem kleinen Teich in Schwierigkeiten.

Ein Rettungshund, unterstützt von einem Sanitätstrupp, wurde zur Suche eingesetzt und fand dort hier zwei verletzte Personen. Zur Versorgung dieser Personen musste ein Rettungswagen nachgefordert werden.

Insgesamt sei die Übung gut verlaufen, so der Leiter der Übung Sebastian Eisert. Alle Kräfte hätten gut reagiert und die Kommunikation zum Gruppenführer Andreas Bressert von der Ortsgruppe Obere Hunte habe stets gut geklappt. Bressert ergänzte: „Trotz der vielen Trupps, die über einen einzigen Funkkanal kommuniziert haben, ist alles Wichtige durchgekommen. Aber wir haben auch gesehen, wo wir hier in Zukunft noch besser werden können“.


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