Sommerkulturprogramm am Billard Palast Gordon empfehlen sich für den Bramscher Kirchplatz

Von Sascha Knapek

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Dreistimmiger Harmoniegesang gehörten am Wochenende bei Wolfgang Lock (l.), Detlef Blanke und Uwe Gans (r.) fast bei jedem Song dazu. Foto: Sascha KnapekDreistimmiger Harmoniegesang gehörten am Wochenende bei Wolfgang Lock (l.), Detlef Blanke und Uwe Gans (r.) fast bei jedem Song dazu. Foto: Sascha Knapek

Bramsche. Warum das norddeutsche Trio Gordon für Sommerkulturplaner Jan Rathjen in diesem Jahr zu seinen „Wunschbands“ gehört, beweist die Formation beim Open-Air-Konzert im Billard Palast im Handumdrehen. Gute Laune und rockiger Semi-Acoustic-Sound sind das Erfolgsrezept.

Als Wolfgang Lock (Akustikgitarre), Uwe Gans (Bass) und Detlef Blanke (Schlagzeug) den Abend mit einem eher unbekannten Song des ehemaligen Mr.-Mister-Sängers Richard Paige einläuten, ist die soundtechnische Marschrichtung des Konzert bereits bestens abgesteckt. Die ungezwungene Allianz aus Locks, warmen Akustikgitarrenklängen und der eingespielten Rhythmussektion passen zu 34 Grad Außentemperatur und guter Sommerkulturstimmung.

Wer gerne mitsingt, kommt nach dem Eröffnungsstück im Grunde ständig zu seinem Recht. Gordons Set reiht dabei Hit an Hit. Dass tausend Mal gehörte Nummern wie „Ordinary World“ (Duran Duran), „Weather with You“ (Crowded House) oder „All Night Long“ (Lionel Richie) dennoch nicht zum leisen Gähnen animieren, liegt an den dezenten Winkelzügen, die die drei Musiker in ihren Sound einbauen. Man kennt zwar die Originale, hört aber immer auch die für die meisten Zuhörer neuen Gordon-Arrangements heraus.

Ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert Uwe Gans nachdem die letzten Akkorde von Supertramps „Give a Little Bit“ verklungen sind. Deren ehemaliger Sänger Roger Hodgson hatte laut Gans angefragt, ob das Trio bei einem seiner bevorstehenden Deutschlandkonzerte nicht als Vorband fungieren wolle. Leider mussten Gordon die Chance aufgrund von Terminschwierigkeiten verstreichen lassen.

Diese kleine Geschichte zeigt, dass die drei Musiker und Sänger aus Bremen (Lock), Wilhelmshaven (Gans) und Delmenhorst (Blanke) keine Allerweltcoverband sind. Ihr selbst gegebenes Motto „Acoustic-Electric-Vocal-Rock“ verspricht beileibe nicht zu viel. Vor allem der mitreißende dreistimmige Gesang sowie die Balance aus rockender Akustikgitarre, groovendem E-Bass und lässigem Schlagzeugspiel machen die gewisse Eigenständigkeit des covernden Trios aus.

Sympathiepunkte sammeln die drei Musiker vor dem Billard Palast ab dem ersten Song und hören damit auch nicht mehr auf. Mit der rundum gelungenen Vorstellung empfiehlt sich das Trio für ein zukünftiges Donnerstagskonzert der Sommerkultur. Wenn also Jan Rathjen in den kommenden Jahren am Kirchplatz-Programm sitzt, darf seine „Wunschband“ Gordon gerne ganz weit oben auf der Kandidatenliste stehen.


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