Flächenankauf verzögert sich Bramsche: Umstrittene Verkehrsführung zu Lohwiesen bleibt vorerst

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•Direkt nach dem Bahnübergang dürfen Autofahrer jetzt nicht mehr nach rechts von der Hemker Straße in Bramsche in die Straße Zu den Lohwiesen zum Grünabfallsammelplatz abbiegen. Das soll wieder geändert werden, wenn die Stadt die Fläche von der Bahn gekauft und die Zufahrt aufgeweitet hat. Archivfoto: Björn Dieckmann•Direkt nach dem Bahnübergang dürfen Autofahrer jetzt nicht mehr nach rechts von der Hemker Straße in Bramsche in die Straße Zu den Lohwiesen zum Grünabfallsammelplatz abbiegen. Das soll wieder geändert werden, wenn die Stadt die Fläche von der Bahn gekauft und die Zufahrt aufgeweitet hat. Archivfoto: Björn Dieckmann

Bramsche. Der Ankauf der Fläche Im Bereich der Zufahrt zum Bramscher Grünabfallsammelplatz Lohwiesen durch die Stadt verzögert sich. Dadurch bleibt es vorerst beim ungeliebten Verbot des Rechtsabbiegens hinter dem Bahnübergang.

Er habe den schon weitgehend ausgehandelten Kaufvertrag zwischen Bahn und Stadt gestoppt, weil einige rechtliche Fragen noch nicht hinreichend geklärt worden seien, erklärt Baudirektor Hartmut Greife dazu. Deshalb werde mit der Bahn noch einmal ein Termin vereinbart, um diese Punkte klären. Dabei gehe es um Rechte, die an die Fläche gebunden sind. Es sei keine Frage des Preises: „Finanziell ist das ausverhandelt,“ betont Greife.

Kein Haushaltsansatz

Wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist, kann die Stadt die Zufahrt ausbauen. Allerdings nicht in diesem Jahr: Es gebe dafür keinen Haushaltsansatz, erklärt Greife. Für 2019 sollen 75.000 Euro angesetzt werden. Dann kann die Zufahrt so verbreitert werden, dass Begegnungsverkehr möglich ist.

Die Stadt Bramsche will von der Bahn eine Fläche im Einmündungsbereich kaufen, um die Zufahrt aufweiten zu können. Dann könnten auch Pkw, die aus Richtung Achmer kommen, direkt nach rechts in die Straße Zu den Lohwiesen abbiegen. Das hatte die Verkehrskommission 2017 nach einem Ortstermin verboten, weil Rechtsabbieger hier häufig warten müssen, bis die Zufahrt frei ist. Dahinter staut sich dann der Verkehr, was zu gefährlichen Situationen führen kann, wenn ein Wagen auf den Gleisen steht und sich ein Zug nähert.

Proteste

Die Verkehrsregelung hatte zu vielen Protesten geführt. Autofahrer aus Richtung Achmer müssen derzeit auf der Hemker Straße bis zum Brückenort-Kreisel fahren und dann wieder in die entgegengesetzte Richtung, um vor dem Bahnübergang links abzubiegen. Oder vom Bramscher Berg aus den Grünegräserweg herunter und über Otterbreite auf die Hemker Straße fahren. So der so führe dies zu einer weiteren Verkehrsbelastung auf dem ohnehin überlasteten unteren Teilstück der Hemker Straße, monierten Kritiker.

Auch Bürgermeister Heiner Pahlmann findet die jetzige Lösung nicht besonders glücklich. Unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit sei sie aber sinnvoll. Und das ist für die Verkehrskommission oberster Maßstab.

Breitere Einfahrt am Lutterdamm

Die Grünabfallsammelplätze betreibt der Landkreis Osnabrück. Der ist auch für die Standorte zuständig. Der Kreis strebt eine Verbreiterung der Einfahrt für den Standort am Lutterdamm nahe der Autobahnbrücke an. Die hält Greife allerdings nicht für dringlich: „Den Platz nutze ich selbst regelmäßig. Ich habe da noch nie Probleme gehabt“.


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