„Epochenhaft einstreuen“ Berufsorientierung an Bramscher Hauptschule neu geregelt

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Berufsvorbereitung soll an der Hauptschule weiter eine große Rolle spielen. Dazu gehört auch die Teilnahme am BOP (Berufsorientierungsparcours) in Bramsche. Archivfoto: Marcus AlwesBerufsvorbereitung soll an der Hauptschule weiter eine große Rolle spielen. Dazu gehört auch die Teilnahme am BOP (Berufsorientierungsparcours) in Bramsche. Archivfoto: Marcus Alwes

Bramsche. Die halbe Stelle des aus Altersgründen ausgeschiedenen Hauptschul-Sozialpädagogen Wilfried Gerke wird in dieser Form nicht wiederbesetzt, ein Ausgleich besonders im Bereich Berufsvorbereitung solle aber über zusätzliche Stunden für Stadtjugendpflegerin Stefanie Uhlenkamp geschaffen werden, verspricht Bramscher Erster Stadtrat Ulrich Willems. Die Berufsorientierung werde weiterhin einen hohen Stellenwert haben.

Wie Willems gegenüber den Bramscher Nachrichten erläuterte, ist Uhlenkamp derzeit bereits im Rahmen der Schulsozialarbeit ergänzend an der Heinrichstraße tätig. Für den neuen Aufgabenbereich soll das Stundenkontingent der Stadtjugendpflegerin auf dann insgesamt 34 Stunden aufgestockt werden.

Im Rahmen des Schulpakets der Landesregierung hatten Haupt- und Realschule und die in Landkreisträgerschaft befindliche IGS im Schuljahr 2016/17 Stellen für Schulsozialarbeiter erhalten. Esther Goda nahm an der Hauptschule Anfang 2017 ihre Arbeit auf. Die Stelle Gerkes war vor Jahren bereits im Rahmen des Hauptschulprofilierungsprogramms geschaffen worden. Während Goda und ihre Kollegen Landesbedienstete sind, war Sozialpädagoge Gerke bei der Stadt angestellt und wurde auch von ihr bezahlt. In den Jahren seiner Tätigkeit entstanden mehrere ausgezeichnete Projekte besonders zur Vorbereitung der Jugendlichen auf den Beruf. Aiuch an der Entwicklung des richtungweisenden BOP (Berufsorientierungsparcours) als Kooperation von Schulen, Verwaltungen und Bramscher Betrieben war er beteiligt.

Willems: Nicht das Jahr über

Die Konzepte stünden jetzt, meinte Willems. Projekte wie BOP und Bewerbertraining sollten auch weiterhin begleitet werden. Nach der Einstellung der Schulsozialarbeiterin Goda müsse dieser Aspekt nach Ansicht der Verwaltung allerdings nicht mehr mit so vielen Stunden ausgestattet sein wie bisher. „Diese Dinge fallen nicht das ganze Jahr über an. Sie können auch epochenhaft eingestreut werden“, so Willems weiter.

„Es ist uns nicht möglich, die halbe Stelle im gleichen Umfang wieder zu besetzen“, sagte er. Zudem hätten sich an der Hauptschule in den vergangenen Jahren zwei Lehrer besonders im Bereich Berufsvorbereitung und -qualifizierung weiter qualifiziert.


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