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Ende Mai geschlüpft Wo ist das siebte Schwanenküken vom Bramscher Hasesee?

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Nur noch sechs statt sieben: Ein Schwanenküken ist verschwunden. Foto: Eva VoßNur noch sechs statt sieben: Ein Schwanenküken ist verschwunden. Foto: Eva Voß

Bramsche. Ende Mai freuten sich die Bramscher über sieben geschlüpfte Schwanenküken am Hasesee. Seit einiger Zeit sind allerdings nur noch sechs zu sehen. Was ist passiert?

"Irgendwann war plötzlich ein Küken verschwunden", sagt der Bramscher Naturkundler Rolf Hammerschmidt. Er fährt beinahe täglich mit dem Fahrrad um den Hasesee und hat den Verlust schon vor längerer Zeit bemerkt. Aus ursprünglich sieben Schwanenkindern sind damit sechs geworden. Vor zwei Jahren war ein Altschwan tot am Hasesee aufgefunden worden. Damals konnte nicht geklärt werden, was dem Tier zugestoßen ist. Und auch in diesem Fall lässt sich vermutlich nicht feststellen, was passiert ist, denn das Küken wurde bisher nicht tot gefunden. Möglicherweise ist es gefressen worden, sicher ist das aber nicht.

Von einem Fisch geschnappt?

Hammerschmidt hält es zum Beispiel für möglich, dass sich ein großer Fisch wie etwa ein Hecht oder ein Wels eines der Küken geschnappt hat. "Wenn es ganz kleine, wenige Tage alte Küken sind, ist es natürlich möglich. Bei einem älteren Küken halte ich es für eher unwahrscheinlich. Dann sind sie zu groß für das Fischmaul", sagt Hans Macke, Vorsitzender der Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung (NWA Osnabrück). Eine weitere Erklärung wäre, dass eines der Küken Opfer eines Greifvogel geworden ist. Vielleicht ist es aber auch einfach nur krank oder zu schwach gewesen.

Schwäne bekommen häufig Besuch

Die übrigen Geschwister und auch die Schwaneneltern machen auf Hammerschmidt allerdings einen guten Eindruck. "Die sind gut drauf – es ist eine muntere Familie", so der Naturkundler. Zurzeit würden sie sich meist im Bereich des Grillplatzes aufhalten und häufig Besuch von Bramschern bekommen, die dort spazieren gehen. "Die Leute sind sehr rücksichtsvoll", so Hammerschmidt. 


Die Schwanenfamilie am Hasesee bekommt häufig Besuch von Spaziergängern. Foto: Eva Voß

Bis die Küken flügge werden, dauert es noch ein bisschen. Wahrscheinlich bis weit in den Herbst, weiß Naturkundler Hammerschmidt: "Schwäne haben eine lange Entwicklungszeit und die Tiere vom Hasesee sind keine echten Wildvögel, die in den Süden ziehen. Sie sind teildomestizierte, also an den Menschen gewöhnte Tiere. Deshalb haben sie keinen Druck schnell flügge werden zu müssen." Den Winter über würden die Schwäne zwar "ein bisschen herumvagabundieren", aber auch irgendwann wieder zurückkehren.


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