Nach PAK-Belastung Sanierung des Pelkebachs in Engter gestartet

Von Björn Dieckmann

Der Pelkebach ist mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen verunreinigt worden. Nun hat die Sanierung begonnen. Foto: Heiner BeinkeDer Pelkebach ist mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen verunreinigt worden. Nun hat die Sanierung begonnen. Foto: Heiner Beinke

Engter/Lappenstuhl. Zur Sanierung des Pelkebachs in Engter und Lappenstuhl sind erste Maßnahmen durchgeführt worden. Das Gewässer war durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) verunreinigt worden.

Rückblick: Im vergangenen Jahr war im Pelkebach eine Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) festgestellt worden, die deutlich über den zulässigen Grenzwerten lag. Außerdem war bei einer Kontrolle aufgefallen, dass die Dallmann Recycling GmbH als Verursacher keine Genehmigung besitzt, um überhaupt Oberflächenwasser in den Pelkebach einleiten zu dürfen. In der Folge wurde ein Sanierungskonzept für den Pelkebach erstellt. Außerdem sollten die Arbeitsabläufe auf dem Dallmann-Betriebsgelände so aufgestellt werden, dass sie genehmigungsfähig sind.

Wie der Landkreis Osnabrück als zuständige Untere Wasserbehörde auf Anfrage mitteilte, seien mittlerweile eine Probenentnahme im Düker unter dem Mittellandkanal sowie die Ausbaggerung im Teich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz und eines zusätzlichen Sandfanges nördlich des Mittellandkanals erfolgt. Ein weiterer Sandfang kurz vor dem Düker und direkt unterhalb des Betriebsgeländes der Firma Dallmann, die als Verursacher der Gewässerverunreinigung gilt, war bereits im vergangenen Jahr gereinigt und der PAK-belastete Sand fachgerecht entsorgt worden. Dort soll 2019 erneut beprobt und, wenn erforderlich, gereinigt werden, erklärte Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff.

Werte teilweise erhöht

Wie er weiter ausführt, lagen die PAK-Feststoffgehalte im Düker mit zehn Milligramm/Kilogramm Trockensubstanz (mg/kg TS) „im erhöhten Bereich“. Im Einlaufbereich des Teiches und im zusätzlichen Sandfang nördlich des Mittellandkanals sei das entnommene Sediment beprobt worden. „Die PAK-Feststoffgehalte lagen alle unterhalb von drei mg/kg TS und sind somit als unbedenklich einzustufen“, berichtet Riepenhoff.

Entwässerungskonzept noch nicht umgesetzt

Noch nicht abgeschlossen ist derweil die vorgesehene Aufteilung des Dallmann-Betriebsgeländes in einen Weiß- und einen Schwarzbereich. Im Schwarzbereich im westlichen Teil des Betriebs, in dem PAK-haltige Stoffe verarbeitet werden, soll das Oberflächenwasser nach den Planungen in Speicherbecken aufgefangen und aufgearbeitet werden. Im Weißbereich dürfte hingegen nicht mit PAK-haltigen Stoffen gearbeitet werden. Von dort wäre auch eine Einleitung von Oberflächenwasser in den Pelkebach möglich.

Aber, so Landkreis-Sprecher Riepenhoff: „Für die Baugenehmigung der unterirdischen Auffangbehälter liegen seitens der Firma Dallmann noch nicht alle Unterlagen vor. Solange bleibt die Einleitung in das Gewässer untersagt. Die Überwachung der Einleitungsuntersagung erfolgt durch den Landkreis Osnabrück.“

Von einem weiteren Betriebsgelände südlich der Straße Igels Sand darf Dallmann hingegen bereits seit Ende April wieder Oberflächenwasser in den Pelkebach einleiten.