Sommerkulturprogramm 2018 „Finnische Fischmärkte“ auf dem Bramscher Kirchplatz

Von Sigrid Schüler-Juckenack

Auf dem gut besetzten Kirchplatz unterhielten Z.O.F.F. mit guter Musik und guten Geschichten. Foto: Sigrid SchülerAuf dem gut besetzten Kirchplatz unterhielten Z.O.F.F. mit guter Musik und guten Geschichten. Foto: Sigrid Schüler

Bramsche. Was singen die da eigentlich? Ist das ein spanischer Text? Oder Griechisch? Oder vielleicht geht es ins Türkische? Das dürften sich viele Besucher des Sommerkultur-Konzerts der Gruppe Z.O.F.F. am Donnerstagabend, 12. Juli 2018, auf dem Bramscher Kirchplatz gefragt haben. Verständlich, denn die Texte der Lieder enthielten klanglich von allem etwas – und vor allem sehr viel Fantasie.

Viele der präsentierten Stücke seien Eigenkompositionen, erklärte Jochen Mariss, Tenorsaxofonist und Sprecher der Band. Die Sängerin Marion Meisenberg habe eine Fantasiesprache kreiert, die vielen Menschen bekannt vorkommt – nur versteht man sie eben nicht.

Der Musik tat das überhaupt keinen Abbruch. Flotte, gut gespielte Rhythmen einer sehr lebendigen Musik unterhielten das Publikum aufs Beste. Mariss erläuterte den Zuhörern auch, wie die Band zu ihrem Namen gekommen ist. Bei Z.O.F.F. handele es sich um eine Abkürzung, die für „Zentralorchester finnischer Fischmärkte“ stehe. Dieser Name sei der Tatsache geschuldet, dass es die Gruppe ZOFF aus dem Sauerland immer noch gebe und der Name nicht mehr zur Verfügung stand, so Mariss. Aus der Not habe man eine Tugend gemacht und die finnischen Fischmärkte ins Spiel gebracht. Um diesen kuriosen Namen herum geben die Musiker nun allerlei kuriose Geschichten um und über die Finnen und ihr Land zum Besten: Eine Idee mit viel Unterhaltungswert.

Spanisches Weihnachtslied a capella

Immerhin hatte die Gruppe tatsächlich ein Lied in Finnisch im Repertoire, das fast an ungarische Folklore erinnert. Aber auch der Klassiker „Bei mir bist du schön“ stand auf dem Programm. Dass die Instrumentalisten auch sehr gut ohne Instrumente können, bewiesen sie mit einer schönen Darbietung des alten spanischen Weihnachtsliedes „Riu, Riu, Chiu“, das sie in Teilen a capella vortrugen. Die Zeit für ein Weihnachtslied sei im Übrigen passend, da man in Finnland üblicherweise bereits im Sommer Weihnachtslieder singe, um nicht in vorweihnachtliche Hektik auszubrechen, so Mariss zum Publikum.

Diese und viele weitere „finnische Bräuche“ gab die Gruppe während des Konzerts zum Besten. Wer den Erzählungen der Band Z.O.F.F. nicht glaubt, sollte vielleicht einmal selbst nach Finnland reisen und die Geschichten der Band auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Das Fazit mit Z.O.F.F. lautet daher: Ein gelungener Abend mit guter Musik, Witz und guten Geschichten. Absolut hörenswert.