Guss und Müller in Pension Pädagogen am Bramscher Gymnasium verabschiedet

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Bramsche. Mit Dr. Matthias Müller und Ulrike Guss sind am Greselius-Gymnasium Bramsche zwei Pädagogen in den Ruhestand verabschiedet worden, die dort viele Jahre gewirkt haben.

„Immer in Bewegung“ – Dr. Matthias Müllers Lebensmotto war auch an seinem letzten Schultag im Greselius-Gymnasium für alle spürbar: Seine Klasse verabschiedete sich als „DocMüs Gang“ von dem angehenden Pensionär mit entsprechendem „Mannschafts-Trikot“, und die Schülervertretung schenkte ihm eine „Ausschultüte“ für den weiteren Weg. Auch Schulleiterin Barbara Bolz und die Elternratsvorsitzende Melanie Slink spielten in ihren Dankesreden auf das Anliegen des Sportfachobmanns an, die Schüler in Bewegung zu bringen.

„Schnitzelweg“

Slink erinnerte in der Schulversammlung an den „legendären DocMüller-Schnitzelweg“ über den großen Pausenhof, den Eltern und Kollegen unter Leitung des Sportfachobmanns Müller vor einigen Jahren für die Schüler angelegt haben. „Dem Weg geht’s wie mir: Er ist hier schon fast verschwunden“, konterte Müller in gewohnt selbstironischer Manier.

Auch Müllers beruflicher Lebenslauf ist von Bewegung geprägt: Er war einige Jahre als Polizist, Waldorflehrer, Schulpädagoge an der Universität Osnabrück und in China sowie natürlich als Lehrer an anderen Gymnasien tätig, bevor es ihn schließlich nach Bramsche verschlug, wo er seit 20 Jahren am Greselius-Gymnasium die Fächer Englisch und Sport unterrichtete. Hier leitete er zahlreiche Sportprojekte und initiierte unter anderem den Skikurs für die Oberstufenschüler in Bramsche und in Quakenbrück. Dass dieser eng mit ihm und seinen humorvollen Riten im Zillertal verbunden ist, zeigten nicht nur die anwesenden Sport-Kollegen vom Artlandgymnasium, sondern vor allem die nachgestellte „Ski-Taufe“. An seinem letzten Tag durfte sich Mentor Müller erstmals selbst diesem Ritual unterziehen. Zuvor war er bereits in der Karnevalskluft, in der er in den vergangenen Jahren am Rosenmontag das IndianDodge-Turnier für die Unterstufe geleitet hatte, von seinen Kollegen verabschiedet worden. Schulleiterin Bolz schlug ihm vor, doch noch ein wenig zu verlängern, denn im kommenden Jahr hätte er das 50-jährige Dienstjubiläum feiern können.

„Für Höheres bestimmt“

Bereits im Laufe des Schuljahres hatte das Greselius-Gymnasium mit Ulrike Guss eine weitere langjährige Kollegin in den Ruhestand verabschiedet. Die Fachobfrau für Erdkunde, die nach Auskunft der Schulleiterin nach 40 Dienstjahren eigentlich ohne großes Aufhebens „still und unauffällig gehen wollte“, sei doch für Höheres bestimmt.

In ihrem humorvollen „Eignungsgutachten für eine potenzielle Bewerbung für das Amt der Kultusministerin“ bescheinigte Bolz der scheidenden Französisch- und Erdkundelehrerin Guss hervorragende Fach- und Erziehungskompetenz, Organisationstalent, Kommunikationskompetenz, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: „Also ohne jeden Zweifel für das Ministeramt geeignet, aber will man einem so liebenswerten Menschen solch ein Amt zumuten, jemandem, der weder einen Heiligenschein braucht noch Konzepte für die Tonne entwerfen will?“ Kollegen, Eltern und Schüler dankten Ulrike Guss für ihr langjähriges Engagement.


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