Sommerkulturprogramm 2018 „Alacoustic“ in Bramsche: Ohrwürmer auf hohem Niveau

Von Holger Schulze

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Bramsche. „Das Warten hat sich gelohnt, wir sind wieder da, für zwei nette Monate mit dem Sommerkulturprogramm. Das Programm ist hoffentlich genauso gut, wie alle anderen, die wir bisher produziert haben“, so empfing Jan Rathjen am Donnerstagabend das Publikum zum Auftakt des Sommerkulturprogramms 2018 von der Kirchplatzbühne aus.

„Das Wetter ist ein gutes Omen, die Band auch, das kann eigentlich nur noch gut werden“, so Rathjen zum Start der Reihe von 17 Konzerten, von denen zehn auf dem Kirchplatz stattfinden.

17 Konzerte werden es in diesem Sommer sein, zehn davon auf dem Kirchplatz. Die Firma Beckermann sowie die Stadtwerke Bramsche machen es in diesem Jahr als Hauptsponsoren möglich, dass alle Konzerte wie gewohnt draußen und in den beteiligten Gastronomiebetrieben für das Publikum kostenfrei stattfinden können.

Bezogen auf das Eröffnungskonzert hatte Jan Rathjen schon mal nicht zu viel versprochen, mit seinem „alles kann nur noch gut werden“. Mit Alacoustic war eine Band engagiert worden, die bereits im Sommerkulturprogramm 2015 damals das Freigelände der Hase Bades gerockt hatte. Das fünfköpfige Ensemble mit Marie Meibeck (Gesang, Querflöte, Percussion), Stefan Birkemeyer (Gesang, Gitarre), Michael Springer (Gesang, Gitarre), Michael Breuning (Bass) und Manfred Meibeck (Gesang, Cajon, Bongos) schloss trotz personeller Veränderungen bruchlos an die Qualität der damaligen Vorstellung an. „Is this the real life? Is this just fantasy?, fragt „Queen“ in der „ Bohemian Rhapsody“ , die ,vierstimmig und a capella vorgetragen, auch in diesem Jahr zu Beginn des Konzertes erklang.

„Wir versprechen Euch, dass Ihr an diesem Abend wenigstens jeden zweiten Titel kennt“, kündigte die Band Bekanntes und Bewährtes aus den 1970er bis 1990er Jahren an. Musik, gespielt auf ausgereift hohem Niveau bekam das Publikum dann durchgängig zu hören.

Tanzbare Hits Schlag auf Schlag

Alacoustic ließ es einfach laufen. Angetrieben vom Bass und vom Schlagwerk, hochgemixt durch den souverän dynamischen Gesang der wirkungsvoll von ihren Jungs an den Mikrofonen unterstützten Frontfrau,, legte das Quintett Schlag auf Schlag einen tanzbaren Titel nach dem nächsten hin.

Doch selbst dann, wenn Alacoustic absolute Ohrwürmer wie Hotel California spielte, verstanden es die Musiker dennoch, durch Dehnungen und kurze Kadenzen den Titeln ein individuelles Klangbild maßzuschneidern. Mit ihrem Einfallsreichtum bei den Arrangements gelang es der Band bei manchen Stücken, den Beginn so zu gestalten, dass einem die Musik zwar gleich irgendwie bekannt vorkam, doch erst nach einigen Takten wirklich klar wurde, was es denn nun wirklich war. Ein anderes Mal hielt Alacoustic mittendrin musikalisch kurz inne, wich etwas vom bisherigen Verlauf durch eigene Zwischenspiele ab und landete dann wieder übergangslos punktgenau bei der Ausgangskomposition.

Supertramp mit Überraschungseffekten, Police mit mehrstimmiger Power, die Beatles mit gesanglich gesteigertem Volumen oder Patty Smith dank der Stimme von Marie Meibeck mit wohligen Fröstelmomenten, die Performance des Quintetts war alles andere als ein nur nachgekautes Coverkonzert.

Individuell waren nicht nur die Interpretationen der Welthits durch Alacoustic, sondern auch dieses Flötensolo von Marie Meibeck auf einem Bein.

Klar, dass diese Künstler nicht ohne Zugabe die Bühne verlassen durften. Zu professionell hatte Alacoustic den musikalischen Geschmack des Publikums getroffen und bedient sowie auch in interpretatorischer Hinsicht Marken gesetzt.


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