Kooperation bei Oberstufe Vertrag zwischen Landkreis, Bramscher IGS und Gymnasium

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Bei der Vertragsunterzeichnung: (von links): Kreisrat Matthias Selle, Barbara Bolz (Schulleiterin des Greselius-Gymnasiums) und Thomas Behning (Schulleiter der IGS Bramsche). Foto: Landkreis OsnabrückBei der Vertragsunterzeichnung: (von links): Kreisrat Matthias Selle, Barbara Bolz (Schulleiterin des Greselius-Gymnasiums) und Thomas Behning (Schulleiter der IGS Bramsche). Foto: Landkreis Osnabrück

Bramsche. Landkreis Osnabrück, Greselius-Gymnasium und IGS Bramsche haben eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit beim Thema Oberstufe unterzeichnet. Das teilte der Landkreis am Donnerstag, 28. Juni 2018 mit.

Zwischen der IGS Bramsche und dem Greselius-Gymnasium finde seit Gründung der Gesamtschule im August 2015 bereits im Rahmen des offenen Ganztags eine Kooperation statt. „Diese Zusammenarbeit wird nun erweitert: Künftig sollen Zehntklässler der IGS, die über keine eigene Oberstufe verfügt, reibungslos ans benachbarte Gymnasium wechseln können“, heißt es in der Mitteilung weiter. Kreisrat Matthias Selle sowie die Schulleiter Barbara Bolz (Greselius-Gymnasium) und Thomas Behning (IGS Bramsche) setzten jetzt im Kreishaus ihre Unterschrift unter die Vereinbarung.

„Das Ziel der Partner lautet, Schülerinnen und Schüler beim Schulwechsel individuell zu begleiten und zu beraten“, sagte Selle bei der Unterzeichnung. Durch den gemeinsamen Besuch der Oberstufe des Gymnasiums werde in Bramsche ein vielfältiges Angebot ermöglicht, welches den Schülerinnen und Schülern beider Schulen zahlreiche Wahlmöglichkeiten innerhalb der Profile eröffne.

Zudem sei ein enger Austausch über die pädagogischen und methodischen Elemente geplant. In der Mitteilung werden Bolz und Behning mit dem Satz zitiert:: „Beide Schulen können voneinander lernen und somit ihre Stärken addieren“.

Zusammenarbeit der Fachgruppen

Auf der unterrichtlichen Ebene sei eine Zusammenarbeit der Fachgruppen ins Auge gefasst, die die fachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Blick nehme. „Zur Umsetzung der Ziele wollen die Schulen eine gemeinsame Meilensteinplanung entwickeln“, heißt es weiter.

In den vergangenen Wochen hatten besonders die IGS-Eltern vehement für eine eigene Oberstufe für ihre Schule gekämpft. Ohne eigene Oberstufe werde die IGS auf die Dauer ausbluten und das Gymnasium letztlich nicht einmal genügend Schüler haben, um das geplante neue Oberstufengebäude am Gymnasium zu füllen, kritisierte die Elterninitiative Pro Oberstufe IGS bereits im September vergangenen Jahres in einem offenen Brief.

Kreisrat Selle hatte dagegen immer wieder unterstrichen, das Niedersächsische Schulgesetz sehe vor, dass Oberstufen zwingend nur einer Schule zugeordnet werden könnten. In diesem Fall dem Greselius-Gymnasium, da ein Gymnasium qua Definition eine Oberstufe haben müsse und zwei parallele Oberstufen zu einem Kannibalisierungseffekt führen könnten.


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