Irritationen um Markierungsarbeiten B68 bei Bramsche-Nord ohne jede Vorwarnung gesperrt

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Bramsche. Fahrbahnmarkierungsarbeiten und teilweise Sperrungen der B68, über die die Öffentlichkeit zuvor nicht informiert worden war, haben am Montag und heutigem Dienstag zu Staus und Verkehrsbehinderungen in Höhe der Ausfahrten Bramsche-Nord und Hesepe geführt.

Was wird hier gemacht, hatte unsere Redaktion zunächst im Bramscher Rathaus nachgefragt. Denn unter anderem von dort werden im Vorfeld entsprechender Verkehrsbehinderungen des Öfteren hilfreiche Pressemitteilungen verschickt. Doch auch in der Stadtverwaltung zeigte man sich ratlos. „Wir werden jetzt mal sofort hinfahren und uns das anschauen“, erklärte der sichtlich überraschte Verkehrsfachmann des Ordnungsamtes, Rainer Plewa.

In Fahrtrichtung Norden war die Bundesstraße beispielsweise am Dienstagmorgen an der Ausfahrt Bramsche-Nord voll gesperrt worden, alle Verkehrsteilnehmer mussten die B68 dort verlassen. Weil am Ende der Ausfahrt zudem Vorfahrt gewährt werden musste und Mitarbeiter der Straßenmeisterei in diesem Bereich nicht immer per Handzeichen und Anweisungen für einen reibungslosen und raschen Verkehrsabfluss sorgten, bildete sich bis weit auf die Bundesstraße ein Rückstau. Lastkraftwagen und Autos standen zum Beispiel zwischen 8 und 9 Uhr Stoßstange an Stoßstange.

Aus dem Bramscher Rathaus wurde unterdessen auf die Straßenmeisterei in Fürstenau verwiesen, die möglicherweise Licht ins Dunkel bringen könne. Doch dort zeigten Angesprochene auf Nachfrage lediglich mit dem Finger auf die Landesbehörde für Straßenbau in Osnabrück. Deren Leiter Cord Lüesse war allerdings ebenfalls überrascht. Er müsse erst einmal nachfragen, welche Ursache diese B68-Sperrung überhaupt habe und wie lange die Behinderungen auf einer der Hauptverkehrsadern der Region möglicherweise noch andauern werden, sagte Lüesse. Dass es im Vorfeld keine Pressemitteilung seines Amtes als Information und Vorwarnung für die Autofahrer gegeben habe, sei nicht optimal gewesen, räumte der Chef der Straßenbaubehörde später ein. Ebenso sei er irritiert, dass der Verkehrsabfluss nicht immer reibungslos funktioniert habe.

Am Ende jedenfalls stand die Erkenntnis, dass die Markierungsarbeiten – ausgeführt durch ein Privatunternehmen – an dieser Stelle bei Bramsche offenbar in Kürze abgeschlossen sind. Und am morgigen Mittwoch soll der Verkehr wieder so flott rollen, als sei nichts gewesen.


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