50 Kontakte in zwei Stunden Bramscher CB-Funker beim Radio Activity Day

Von Matthias Benz

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Vom Venner Aussichtsturm aus sendete Hobbyfunker Andreas Rösner am Radio Activity Day in die weite Welt. Foto; Matthias BenzVom Venner Aussichtsturm aus sendete Hobbyfunker Andreas Rösner am Radio Activity Day in die weite Welt. Foto; Matthias Benz

Bramsche. Unter dem Motto „Mach mit, sei funkaktiv!“ stand der Radio Activity Day 2018 . Hobbyfunker aus ganz Deutschland lieferten sich an diesem Tag einen Wettbewerb, bei dem es darum ging, möglichst viele Funkkontakte herzustellen. Mit dabei war auch der Bramscher Andreas Rösner.

Am Venner Aussichtsturm hatte Rösner seine Station aufgebaut. Ganz oben, in 177 Metern über Normalnull, befestigte er seine Antenne, um guten Empfang in die weite Welt zu haben. In der kleinen Holzhütte neben dem Turm richtete der Bramscher sich dann ein: Immerhin standen nun 24 Stunden Funkaktivität bevor.

Ins Leben gerufen wurde der Radio Activity Day (RAD) von den Funkfreunden Nordbaden. Mit dem Aktionstag soll auch auf den CB-Funk aufmerksam gemacht werden. Der CB-Funk (für das englische „citizens band“, also etwa „Zivilfunkband“) ist für jedermann nutzbar, hat aber in den vergangenen Jahren aufgrund neuer technischer Errungenschaften an Popularität eingebüßt. „Dadurch ist der CB-Funk aber auch nicht mehr so überlaufen“, meint Andreas Rösner, der fast im Minutentakt Kontakt mit anderen Funkern aufnimmt.

Im Logbuch notiert

Am Radio Activity Day notiert er alle Funkkontakte in einem Logbuch, wo Uhrzeiten und Rufnamen festgehalten werden. Für jeden Kontakt gibt es in der Endabrechnung einen Punkt, für Kontakt mit anderen RAD-Teilnehmern vier Punkte. Im letzten Jahr erreichte Rösner mit über 300 Funkkontakten bundesweit den vierten Platz in der Einzelwertung. Zusammen mit seinen Mitstreitern vom Hobbyfunkclub Bramsche reichte es gar für den zweiten Rang in der Gruppenwertung.

„Dabei hatte ich hier letztes Jahr richtige Probleme: Der Stromgenerator lief nicht und ich musste die ersten Stunden die Funkanlage an meine Autobatterie anklemmen“, berichtet Andreas Rösner. Doch in diesem Jahr läuft das Aggregat rund. Nach nicht einmal zwei Stunden sind schon über 50 Kontakte gesammelt. „Ich hab auch schon Italien erreicht.“

In der Nacht nicht geschlafen

In der Nacht wird natürlich nicht geschlafen: „Dann verpasst du was.“ Wenn dann der Funkverkehr ein wenig abnimmt und es insgesamt ruhiger wird, seien vielleicht auch Kontakte in den Allgäu möglich. „Am Anfang geht es Schlag auf Schlag, da gibt man nur die Daten durch. Je länger der Tag dauert, desto mehr unterhält man sich aber auch mit den anderen Funkern“, sagt Rösner.

Nach dem Ende des Radio Activity Day werden die handschriftlichen Logbücher eingeschickt oder im Internet eingetragen. Die Punktauswertung kann einige Zeit dauern, sodass erst in ein paar Monaten feststehen wird, wie Andreas Rösner in diesem Jahr abgeschnitten hat. Trotz einem spürbaren Ehrgeiz sagt der langjährige Hobbyfunker: „Es soll Spaß machen.“ Während des 24-stündigen Funkmarathons bekommt er regelmäßig Besuch von Freunden, wie Stefan Jasper. Der Fürstenauer ist ebenfalls CB-Funker und von der mittlerweile fast historischen Technik fasziniert. „Nächstes Jahr mache ich auch mit“, versichert er.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN