Auf der Neuen Deutschen Welle 30. Sommerkonzert des Bramscher „Just-for-Fun-Chores“

Von Holger Schulze

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Bramsche. Just For Fun zum 30. Mal mit einem Sommerkonzert. Natürlich war das Kirchenschiff der St.-Johannis-Kirche am Samstag, 23. Juni 2018 voll besetzt. Selbstverständlich hatte die Chorgemeinschaft um Uwe Heldt wieder ein frisches, abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Alles bewährt und beliebt wie immer. Oder doch nicht?

Gleich am Anfang gab es mit einem Ständchen per Videoeinspieler die erste von mehreren Überraschungen. Der Chor feierte sich selbst mit den Bezeichnungen grandios, mega, galaktisch sowie mit den eingeblendeten Schlagzeilen der Konzertberichte aus der Tageszeitung der zurückliegenden Jahre. Ferner ließ der Film ein paar seiner Mitglieder aus der Historie plaudern.

Mit stehendem Beifall wurde daraufhin der Chor beim Einzug in die Kirche empfangen. Der Schwerpunkt des Programms, Überraschung Nummer zwei, lag diesmal auf Titeln der Neuen Deutschen Welle.

Aufforderung zum Mitmachen

Gewohnt hingegen waren die Aufforderungen des Dirigenten zum Mitmachen. Allerdings wählte Uwe Heldt bei diesem Konzert den Imperativ: „Heute wollen wir mit Ihnen singen, und Sie müssen mitsingen“, ordnete der Chorleiter, der auch sonst bei jedem Konzert die Zuhörer nicht nur passiv dasitzen lässt, freundlich aber bestimmt an. Der Refrain der einzelnen Titel wurde zu diesem Zweck mit dem Beamer auf die Leinwand projiziert.

Und so ging es denn nach dem Eingangstitel „Callow la vita“ gemeinsam über die bekannten sieben Brücken, die man gehen muss.

Auf der Neuen Deutschen Welle düsten der Just For Fun Chor mit Codo im Sauseschritt und brachte die Liebe mit. Ließ die kleine Taschenlampe brennen und leuchtete dem Major Tom bei seinem Abflug ins All nach.

„Ein bisschen wie Rudelsingen“

Englisch wurde es zwischendurch auch einmal mit „My sweet Lord“, inklusive ganz viel Hall für die Solostimme, die Uwe Heldt mit seinem Sohn Marcus übernommen hatte. Doch gleich danach kam der goldene Reiter wieder auf der Neuen Deutschen Welle daher geritten. „Das ist ja ein bisschen wie Rudelsingen, macht Ihnen das Spaß?“, forderte Uwe Heldt schon mal ein Kompliment vom Publikum ein.

Vor den letzten beiden Titeln verließ Marcus Heldt seinen Stammplatz am Keyboard und ergriff das Mikrofon für einen tiefen Blick in das geheime Nähkästchen des Chores, was Anekdoten anbetrifft. „Bei besonders guten Konzerten hat mein Vater wiederholt gesagt, ich krieg noch mal ein Denkmal vor der Kirche“, verriet Marcus Heldt dem amüsierten Publikum. Zum 30-jährigen Bestehen des JFF-Chores wurde dieser Satz jetzt Wirklichkeit. Ein Nachbau der St.-Johannis-Kirche aus Holz vom Sohn hergestellt, nebst Büste mit seinen Gesichtszügen erhielt Uwe Heldt zum Jubiläum überreicht.

Mit einem „Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken, dass Sie es 30 Jahre mit uns ausgehalten haben. Und beim Chor, dass er 30 Jahre lang alle meine Laune ertragen hat, vielen Dank, ich verneige mich bei Euch“, reagierte Uwe Heldt auf diese Überraschung Nummer drei und vergaß auch ein Dankeschönküsschen für die Gattin nicht.

Überraschung vier waren schließlich die kurzen Glückwünsche durch das Pastorenpaar Rosel und Werner Schäfer, die vor 30 Jahren den Just For Fun Chor mit aus der Taufe gehoben haben.

Zum 30-jährigen Chorjubiläum erhielt Uwe Heldt sein Konterfei in Büstenform überreicht.

Der weitere Ablauf des Konzertes war dann wieder vertraut. Der Chor sang noch zwei Titel und eine Zugabe, zog, vom dankbaren und reichlichen Beifall des Publikums begleitet aus der Kirche aus und in das Gemeindehaus ein, wo zum Abschluss die Chorgemeinschaft noch zum gemeinsamen Umtrunk mit dem Publikum eingeladen hatte.


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