Musik, Trödel, Zauberei Wenig Resonanz auf Bramscher Kulturflohmarkt

Von Judith Perez

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Bramsche. Am Samstag, 23. Juni 2018, fand zum vierten Mal ein Kulturflohmarkt im Innenhof der Alten Webschule statt. Das Konzept „schöner trödeln“ durch Kultur ging allerdings nur bedingt auf.

Trotz des einigermaßen guten Wetters hielt sich der Besucherandrang vor und hinter der Alten Webschule in Grenzen. Wahrscheinlich hätten die eher schlechten Wetterprognosen viele abgeschreckt, vermutet Organisatorin Petra Becker. An 40 Ständen gab es Flohmarktartikel, wie Geschirr und Spielzeug sowie Selbstgemachtes, wie Honig, Stofftaschen und Portemonnaies aus Tetra Packs. Jazia Laaib aus Rieste war mit ihren beiden Kindern Amalia und Kiyan zum ersten Mal zum Kulturflohmarkt gekommen. Sie hatte eine Kindergarderobe ergattert und Playmobil-Tiere für ihre Tochter, „da sie Pferde so liebt. Schade, dass so wenig los ist“, fand sie. „Der ganze Aufwand.“ Ihre beiden zwei- und dreijährigen Kinder störte das weniger. Sie tanzten sogar ganz allein zu der Musik von „The Voodoo Hoodoo Blues Club“ aus Osnabrück, eine von drei Musikacts, die mit ihrer Bluesmusik sehr gut ankam, obwohl sie ohne das dritte Bandmitglied auskommen mussten.

„Ich sammle alles“

Magier Bruno Beat ließ rote Tücher verschwinden und plötzlich wieder auftauchen, verwandelte schwarze in rotte Asse und sorgte, wie immer, für staunende Augen bei Groß und Klein. Am Stand von René Back, der einige seiner insgesamt über 30 Gitarren und andere ausgewählte Antikstücke mitgebracht hatte, kamen Musikfreunde ins Gespräch und ins Geschäft. Werner Fischer aus Epe hielt stolz in seinem Arm ein Blaupunkt Sultan-Radio. „Ich sammle alles“, verriet der Falkner aus Epe. Für das Radio hatte er 30 Euro bezahlt. „Eigentlich ist es aber viel mehr wert“, so der Musikfan. Und es funktionierte einwandfrei, wie der Test mit der Steckdose zeigte.

Magier Bruno Beat zauberte bunte Tiere in ein leeres Buch.

Die Samba-Trommelgruppe Bram-Ba-Hia unter der Leitung von Olli Borg hatte am Vormittag durch die lauten Töne zwar noch einiges Publikum auf den Flohmarkt gelockt, aber insgesamt zeigte sich Organisatorin Becker nicht so ganz zufrieden und kündigte ein Überdenken der Veranstaltung im nächsten Jahr an.


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