Brennnesseln, kaputte Netze, Müll Kritik an ungepflegten Bolzplätzen in Bramsche

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Der Zustand einiger Bolzplätze in Bramsche wurde auf Facebook kritisiert. Die Stadt will die Mängel umgehend beseitigen. Foto: Eva VoßDer Zustand einiger Bolzplätze in Bramsche wurde auf Facebook kritisiert. Die Stadt will die Mängel umgehend beseitigen. Foto: Eva Voß

Bramsche. Kurz vor den Sommerferien wird bei Facebook Kritik am Zustand einiger Bolzplätze laut. Die Stadt Bramsche gelobt Besserung.

Seit zwei Wochen läuft die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Für viele Kinder und Jugendliche ist das ein willkommener Anlass, auch wieder selbst gegen den Ball zu treten – vor allem jetzt, da die Sommerferien vor der Tür stehen. In der Facebook-Gruppe „Bramsche...Hier bin ich Zuhause” kritisierte ein Nutzer den ungepflegten Zustand mehrerer Bolzplätze in der Stadt. Drei Bolzplätze haben wir uns exemplarisch angesehen.

1. DFB-Minispielfeld an der Moltkestraße

Im Juli 2008 wurde der Soccerplatz feierlich von der damals amtierenden Bürgermeisterin Liesel Höltermann und dem damaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger eröffnet. „So etwas Tolles bekommen wir so schnell nicht wieder“, wurde Höltermann damals zitiert. Nicht einmal ein Jahr später beschwerten sich Anwohner über die Lautstärke auf dem Bolzplatz. Daraufhin schränkte die Stadt die Nutzungszeiten ein und verschloss den Platz in der Zwischenzeit. Während der Öffnungszeiten wird der Platz nach Angaben von Stadtsprecherin Dorit Barz gut genutzt. Trotzdem könnte der Zustand besser sein.

Das DFB-Minispielfeld an der Moltkestraße in der Nähe vom Bahnhof lädt zurzeit nicht unbedingt zum Fußballspielen ein. Der Platz ist gesäumt von Brennnesseln und altem Laub. Foto: Eva Voß


Die Netze am Bolzplatz an der Moltkestraße sind zerschnitten. An die Banden wurden Graffitis geschmiert. Foto: Eva Voß

2. Bolzplatz an der Grundschule im Sande

Auf dem Bolzplatz in der Gartenstadt sind die Netze ebenfalls kaputt. Außerdem liegen hier Müll und Scherben auf dem Platz.

Auf dem Bolzplatz an der Grundschule im Sande sind die Netze ebenfalls kaputt. Foto: Eva Voß


Scherben und Müll lagen bei unserem Besuch auf dem Bolzplatz an der Grundschule im Sande. Foto: Eva Voß


Die Hinterlassenschaften könnten allerdings auch von Nutzern der Spielfläche stammen. Foto: Eva Voß

3. Boltzplatz im Ehlhorn

Das Spielfeld im Wohngebiet „Im Ehlhorn” in der Gartenstadt liegt ein wenig versteckt am Rande der Siedlung. In einem Tor fehlt das Netz. Direkt hinter dem Tor stehen hohe Brennnesseln.

Hohe Brennnesseln: Wer hier ein Tor macht, sollte besser lange Kleidung tragen. Foto: Eva Voß


Auch hinter dem anderen Tor und an den Spielfeldrändern wuchern Brennnesseln. Foto: Eva Voß

Reaktion der Stadt Bramsche

„Uns ist der Zustand der Bolzplätze wichtig“, sagt Stadtsprecherin Dorit Barz auf Anfrage unserer Redaktion. „Allerdings ist das nicht immer so leicht umzusetzen.“ Zwölf Mal im Jahr würden die Plätze gemäht. Gerade in den Sommermonaten, wenn das Unkraut schnell wächst, könnten die Spielfelder dann kurz vor dem nächsten Mähtermin ungepflegt wirken. Sie hat die Kritik nun an die entsprechenden Stellen weitergeleitet und versichert, dass alle Bolzplätze pünktlich zum Beginn der Sommerferien in einen guten Zustand gebracht werden. 

Barz wies aber auch auf ein Problem hin, für das die Stadt bisher keine Lösung hat: Vandalismus. „Die zerschnittenen Netze sind natürlich sehr schade, aber sie werden oft mutwillig zerstört“, sagt die Stadtsprecherin. Es hätte bereits Überlegungen gegeben, Kettennetze anzuschaffen. Allerdings würden die mehr Lärm verursachen und das könnte wiederum zu Beschwerden der Anwohner führen. Barz appelliert daher an die Nutzer: „Der Zustand der Plätze hängt immer auch davon ab, wie er genutzt wird.“


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