Feier im Greselius-Gymnasium Bramscher Abitur-Jahrgang feierlich verabschiedet

Von Holger Schulze

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81 junge Männer und Frauen haben 2018 das Abitur am Greselius-Gymnasium Bramsche bestanden. Foto: Holger Schulze81 junge Männer und Frauen haben 2018 das Abitur am Greselius-Gymnasium Bramsche bestanden. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Am Greselius-Gymnasium Bramsche ist am Donnerstagnachmittag der Abitur-Jahrgang 2018 verabschiedet worden.

Der Entlassfeier der Abiturientia ging auch in diesem Jahr ein Gottesdienst voraus. „Dies ist Euer Tag, weil Ihr heute sozusagen die Ernte der vergangenen Jahre einfahrt. Heute möchten wir Euch feiern“, begrüßte der stellvertretende Schulleiter Klaus Wahlbrink die Abiturienten nach einem musikalischen Auftakt der Feier durch die Greselius-Bigband unter der Leitung von Kai Lünnemann.

Den 83 Anmeldungen zu den schriftlichen Prüfungen standen 81 erfolgreich abgelegte Abiture gegenüber. 16 davon mit einem Notendurchschnitt von 2,0 und besser. Einmal konnte die Traumnote 1,0 erreicht werden. Zwei Schüler verließen die Schule mit dem Erwerb des schriftlichen Teils der Fachhochschulreife. „Wir entlassen heute einen Jahrgang, der nicht nur den Unterricht, sondern darüber hinaus das Leben am Greselius-Gymnasium mitgestaltet hat. Wir lassen Euch nicht so ganz gerne gehen“, schloss Wahlbrink die Begrüßung ab.

Bürgermeister Heiner Pahlmann sah die Entlassschüler „am Startpunkt eines nächsten, spannenden Lebensabschnittes. Sie sind sehr begehrt, weil Sie zu den Digital Natives gehören, die jetzt in das Berufsleben starten. Sie sind mit dem World Wide Web und dem Handy in der Hosentasche und womöglich unter dem Kopfkissen aufgewachsen. Für Sie sind soziale Netzwerke und deren Regeln Selbstverständlichkeiten“, bestätigte Pahlmann dieser Jugend und hoffte, „dass Ihre Generation lernt und vorlebt, wie man mit den Ressourcen sparsam umgeht. Sie leben und lernen global vom Netz. Doch versessen Sie nicht: Auch die analoge Welt ist erkundenswert und vielfältig. Ich wünsche Ihnen den Mut und die Kraft, mit offenen Augen und offenen Herzen Ihren eigenen Weg zu gehen. Bleibt bei Euch und lebt los“.

Die Rede von Landrat Michael Lübbersmann enthielt neben dem Ratschlag, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, weiter zu lernen und für Neues offen zu sein, den Wunsch, dass die zukünftigen beruflichen Qualifikationen der Gymnasiasten dem Landkreis mit seinem starken Mittelstand, dem ausgewogenen Branchenmix und den stimmigen Rahmenbedingungen hinsichtlich Freizeit und Kinderbetreuung erhalten bleiben mögen.

Feier-Box

Das Grußwort für die Kirchen überbrachten Superintendent Hans Hentschel und Pfarrer Tobias Kotte gemeinsam. Statt vieler Worte zauberten die beiden Geistlichen aus einer mitgebrachten „Feier-Box“ viele bunte Tücher als Symbole für feierliche Gedanken, Freude am Leben und dem Wunsch, der liebe Gott möge allen diese Freude schenken. Eine kleine Flasche Sekt mit Glas gab die am Anfang leer erscheinende Box schließlich auch noch her.

Markus Weisbrich für den Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums wünschte den Abiturienten Selbstvertrauen in das eigene Können und riet: „Versucht die großen Pläne und lebt die kleinen Träume.“ Christoph Enz für die Elternschaft stellte zunächst fest: „Ihr lebt in einem der besten Länder der Welt und in einer der besten Zeiten. Wenn Ihr mal schlechte Laune habt, denkt dran“. Sein Blick in die Zukunft lautete: „Ihr habt es selbst in der Hand, wer Ihr sein wollt. Es ist jeden Tag Eure Entscheidung.“

Gesa Staas und Josh Nietiet hatten die Worte für die Abiturienten übernommen. Nach einem Resümee der Höhepunkte der Schulzeit kommunizierten die Beiden ihren Mitschülern neun Tipps für das zukünftige Leben. Arbeite hart daran, deinen Traum zu verwirklichen. Suche nicht den Zustand purer Zufriedenheit. Alles ist Glück. Sei kritisch gegenüber deinen Ansichten. Sei Lehrer. Definiere dich selbst durch Dinge, die du liebst. Respektiere Menschen mit weniger Macht und Einfluss. Liebe dich selbst sowie hetz dich nicht, und schlossen mit dem Ausruf „Euer Leben ist eine unglaublich aufregende Sache. Viel Glück“.

Schule ist wie Fußball

In ihrer abschließenden Ansprache verglich Schulleiterin Barbara Bolz, ganz am Puls der Zeit, das Schulleben mit dem Fußball. Die Schule wie der Sport hätten einen Spiel- sowie einen Wettkampfcharakter. Taktik, Kompetenzerwerb, Grenzerfahrungen, die Erprobung in unterschiedlichen Rollen, aber auch Sieg und Niederlage, Erfolg und Misserfolg oder Kampf gegen den inneren Schweinehund seien deren Bestandteile. Und Schule wie Fußball würden fordernde und motivierende Trainer benötigen, die den angemessenen Umgang mit Erfolg und Enttäuschungen unterrichten und auch nach einem Misserfolg das Zurückkämpfen zu neuen Erfolgen auf den Weg bringen würden.

„Heute seid Ihr alle Sieger“, rief Bolz der Abiturientia zu und regte abschließend die Horizonterweiterung und den Selbstbildungsprozess durch das Reisen an. „Selbstbewusste junge Menschen, voll mit Lebenslust, sehe ich heute vor mir. Bleibt fröhlich und fair im Spiel!“, lautete die letzte Empfehlung vom Rednerpult aus.

Die so Angesprochenen empfahlen sich nach dem Erhalt der Zeugnisse noch selbst mit einem Abiturientenchor und dem Refrain „Wenn wir uns begegnen, dann trinken wir auf unser Leben“. Was dann auch zum Ausklang der Entlassfeierlichkeiten mit Sekt und Saft geschah.


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