Für den Übergang Großtagespflegegruppe für die kleinsten Ueffelner

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Reichlich Platz zum Spielen bieten das Gebäude (im Hintergrund) und die Außenanlagen des Hofs Tatchen am Rande von Ueffeln. Auf den Start der Großtagespflege freuen sich die Erzieherinnen Dorien Walter (links), Hanna Lea Seelmeyer (rechts) und Kita-Leiterin Irina Wilhelm. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeReichlich Platz zum Spielen bieten das Gebäude (im Hintergrund) und die Außenanlagen des Hofs Tatchen am Rande von Ueffeln. Auf den Start der Großtagespflege freuen sich die Erzieherinnen Dorien Walter (links), Hanna Lea Seelmeyer (rechts) und Kita-Leiterin Irina Wilhelm. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Ueffeln. Bis der Krippenanbau an der Kita in Ueffeln steht, wird es noch gut ein Jahr dauern. Für die Eltern, die dringend einen Betreuungsplatz für ihre Kinder unter drei Jahren suchen, ist jetzt allerdings eine Zwischenlösung gefunden. Auf dem Hof Tatchen an der Gehnhookstraße wird eine Großtagespflegegruppe für zehn Kinder eingerichtet.

Etwa ein Jahr ist es her, dass die Ueffelner Eltern ihrem Ärger in einer Protestaktion vor dem Kindergarten Luft machten. Besonders im Neubaugebiet gab und gibt es viele Kleinkinder, Plätze im evangelischen Kindergarten gab für Kinder unter drei Jahren nur relativ wenige. Eltern sahen sich in einer Notlage, Arbeitgeber drängten, bei der Müttern und Vätern waren Kreativität und Verwandtschaftsunterstützung gefragt. Damals scheiterte die Einrichtung einer Großtagespflege daran, dass kein geeignetes Personal zu finden war. Damaris Grimmsmann, selbst Mutter zwei Kinder und in ihrer Funktion als Pastorin Vertreterin des Trägers, der evangelischen St. Marien-Kirchengemeinde, warnte damals wie heute: „Wenn die Kinder erst einmal weg sind, dann kommen sie nicht wieder.“

Lange Ungewissheit

Inzwischen ist es beschlossene Sache, Ueffeln bekommt eine Krippe auf dem Kita-Gelände in der Straße Am Steinbruch. Im Spätherbst soll nach jetzigem Stand mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Für die Eltern, die damals protestierten, dauert das allerdings viel zu lange. Im Fachbereich 3 Jugend und Soziales der Stadt bemühte man sich um eine Übergangslösung. Das Vorhaben, eine Großtagespflege im bisherigen Treff bei den Awo-Altenwohnungen in Ueffeln einzurichten, zerschlug sich bald. Wieder herrschte Ungewissheit bei den Eltern. „Über Kontakte aus dem Ortsrat kam dann der Vorschlag, die Tagespflege auf dem Hof Tatchen einzurichten“, berichtet Grimmsmann. Schon im April waren sich Margret Tatchen, die Besitzerin des am Rand von Ueffeln gelegenen Anwesens und die Stadt Bramsche, in deren Zuständigkeit die Tagespflege fällt, einig. Christian Müller vom städtischen Gebäudemanagement freut sich: „Die Räume auf dem Hof waren genau das, was wir brauchen „.Wir haben nur den Umnutzungsantrag gestellt, den Rest macht die Besitzerin“, so Müller Wenn die Kinder zum 1. August 2018 einziehen, werden ein großer Raum zum Spielen , ein Küchenbereich, Schlaf- und Sanitärräume und reichlich „Auslauf“ nach draußen für sie bereit stehen. „Das Büro wird für ein Jahr geräumt“, sagt Hofeigentümerin Margret Tatchen, die sich schon auf die Kinder freut.

Müller freut sich über die unbürokratische Lösung. „Es ist einfach schön da, richtig idyllisch. Außerdem gibt es hier ausreichend Parkplätze für die Eltern“.

Plätze schnell vergeben

„Der Bedarf ist einfach da“, unterstreicht Pastorin Grimmsmann. Und so waren die Plätze in der Großtagespflege auch schnell vergeben. Auch eine Warteliste gibt es bereits.Betreut werden die Kinder von zwei jungen Erzieherinnen, die bereits in der Ueffelner Kita angestellt sind, und die später auch die Krippengruppe übernehmen werden. „Wir wollten einen möglichst reibungslosen Übergang für die Kinder gestalten“, sagt Kita-Leiterin Irina Wilhelm. Die Erzieherinnen Hanna Lea Seelmeyer und Dorien Walter, die die Kleinen ab einem Jahr ab August zusammen mit einer Praktikantin betreuen, werden nach Abschluss der Baumaßnahmen auch die Krippengruppe am Kindergartenstandort leiten. „Ich habe im Team gefragt, wer sich die Arbeit in der Großtagespflege vorstellen könnte“,berichtet Wilhelm beim Ortstermin. Die beiden jungen Frauen meldeten sich, absolvierten eine Zusatzausbildung im Bereich Kleinstkindpädagogik und freuen sich jetzt auf ihr neues Einsatzgebiet und die Anforderungen, die sich von der üblichen Kita-Arbeit erheblich unterscheiden. Die freigewordenen Stellen in der Kita selbst konnten, so Wilhelm, inzwischen ebenfalls wieder besetzt werden. Sollte einmal eine der beiden Erzieherinnen in der Großtagespflege ausfallen, wird immer dieselbe Kraft aus der Kita die Vertretung übernehmen, um auch so den Kindern möglichst viel Kontinuität zu bieten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN