Fest für Familien und Kinder Bramsche: Tausende Besucher bei „Die Stadt in Kinderhand“

Von Holger Schulze


Bramsche. Das Familien- und Kinderfest „Die Stadt in Kinderhand“ zog am Sonntag tausende Besucher an – und bot Spaß und Unterhaltung für Jung und Alt.

Ein über dem Gelände kreisender Hubschrauber wies schon von Weitem gut hörbar den Weg. Ungezählte Ehrenamtliche von der Feuerwehr, der DLRG, der Stadtjugendpflege, der Werkgemeinschaft Die Brücke, der Verkehrswacht, vom Technischen Hilfswerk, dem FCR und einigen weiteren Vereinen sowie die diversen gewerblichen Anbieter an den Verpflegungsständen waren bereits lange vor der offiziellen Eröffnung des Großevents am Morgen aktiv. Wenige Minuten vor der offiziellen Eröffnung nahm das gigantische Hüpfburgensemble, das Jens Mehring aus dem Fundus seiner Firma „Eventattraktion“ hinter dem Tuchmacher-Museum hatte aufblasen lassen, seinen Betrieb auf und kurz nach 11 Uhr eröffnete schließlich Bürgermeister Heiner Pahlmann das Kinderfest.

Amin Schnieder als Stadtbrandmeister entließ als erster Redner zunächst Heiner Pahlmann aus seiner Verantwortung als Bürgermeister, indem er die Stadt den Kinderhänden anvertraute. Auch vergaß Schnieder nicht, allen Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz beim Ablauf der Veranstaltung zu danken. „Ich bin wirklich stolz auf meine Feuerwehr und kann mich nur bedanken bei denen, die das alles auf die Beine gestellt haben.“

Diesem Dank schloss sich Pahlmann gerne an und erweiterte ihn noch ein wenig. Die Feuerwehr sei „auch sonst immer da, wenn es brennt, und sorgt immer dafür, dass es uns gut geht“.

Was für ein ehrenamtlicher Vorbereitungsaufwand hinter dem ganztägigen Freizeitvergnügen für das Publikum steckte, das machte sich wohl kaum einer der vielen Besucher klar, die unbeschwert zwischen Hüpfburgen, Imbissbuden, Mitmachangeboten und Showeinlagen umher schlendern konnten.

100 Feuerwehrleute beteiligt

Karsten Pösse, der 2015 mit Jens Mehring diese Veranstaltung für Bramsche entwickelt hatte, wusste da mehr. Allein rund 100 Kameraden von der Feuerwehr waren in den Aufbau, den Ablauf und den Abbau am Abend eingebunden. Seine eigenen Stunden der Organisation konnte Pösse, dem Markus Leske im letzten Jahr dabei zur Seite stand, nur ganz vage irgendwo im dreistelligen Bereich einordnen. Vier Tage war das Duo mit seinen Mithelfern allein mit den unmittelbaren Vorbereitungen für den Sonntag beschäftigt.

„Uns freut aber, dass so viele Leute gekommen sind. Ich bin inzwischen zuversichtlich, dass die erwarteten 15.000 Besucher über den Tag verteilt wahrscheinlich tatsächlich gekommen sind“, schätzte Pösse und dankte allen Sponsoren, insbesondere den Firmen Bruns, Hardeck und Hayn, die die Veranstaltung und das Public Viewing des ersten Spiels der deutschen Fußballnationalmannschaft überhaupt erst möglich gemacht hatten.

Welchen Sinn dieses Sponsoring für die Firmen macht, schildert Theo Bruns, der den maßgeblichen finanziellen Beitrag geleistet hatte. „Die Feuerwehr ist für mich mit die wichtigste Institution in Bramsche und wir unterstützen auch die Jugend sehr gerne, denn ohne sie geht nichts“.

Zugucken und filmen ausnahmsweise erlaubt: Die Feuerwehr zeigte, was sie kann. Hier wird mit einer Hydraulikschere ein Auto aufgeschnitten, um Verletzte zu retten.

„Sehr abwechslungsreich. Es wird viel geboten und es ist für alle Altersklassen etwas dabei. Die Feuerwehr finden die Jungs natürlich gut“, so erlebte Annchristin Orfanlis aus Wersen das Kinderfest, während ihre Jungs gerade dabei waren, den Feuerwehrleuten bei der Rettung einer Puppe aus luftiger Höhe zuzusehen.


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