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Mitarbeit im Arbeitskreis Bramscher Hasesee: Jugendliche für Grillplatz

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Bramsche. Es war nur eine kleine Abordnung, aber die vertrat ihr Anliegen durchaus mit Nachdruck: Bei der Gestaltung des Hasesee-Umfeldes möchten Jugendliche ihren Wunsch nach einem Grillpatz für junge Leute berückschtigt wissen.

Unmittelbar vor den Ferien hatte Heiner Pahlmann als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt Teilnehmer des Projektes Jugend in die Kommunalpolitik am Dienstag erneut ins Rathaus eingeladen. Es kamen aus verschiedenen Gründen nur Vera Westerhaus und Madeleine Seifert mit ihrer Lehrerin Antje Gortmann vom Greselius-Gymnasium. Deren Wort hat aber durchaus Gewicht, denn die beiden Schülerinnen verwiesen auf das Votum des Jugendparlamentes mit rund 40 Jugendlichen, das sich dafür ausgesprochen hatte, die vom Stadtrat zur Verfügung gestellten 800 Euro in Grillplätze am Hasesee und in den Hasewiesen zu investieren.

In seinem Fachausschuss hatte Heiner Pahlmann dafür geworben, die Jugendlichen an dem Arbeitskreis zu beteiligen, der sich mit der Gestaltung des Hasesee-Umfeldes befassen soll. Diesem Gremium gehören Ausschussmitglieder, aber auch Vertreter des Ortsrates Bramsche an. Vera Westerhaus und Madeleine Seifert können sich durchaus vorstellen, dort mitzumachen: „Die Jugendlichen haben ja in Bramsche nicht so viele Möglichkeiten“, sieht Vera Westerhaus Verbesserungsbedarf.

Die beiden Gymnasiastinnen bekamen bei dem Termin am Dienstag einen ersten Eindruck davon, welche Widerstände sie in den kommenden Diskussionen zu erwarten haben. Pahlmann sowie Wolfgang Tangemann und Johannes Fünfzig von der Stadtverwaltung verwiesen auf unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse, die am Hasesee zu berücksichtigen seien. Da gebe es „einige, die die Gefahr sehen, dass es da vielleicht Ärger gibt“, meinte Tangemann mit Blick auf die Befürchtung von Anliegern, der Trubel in warmen Sommernächten könne noch größer werden. Auch die besonderen Ruhebedürfnisse der Patienten im Krankenhaus müssten berücksichtigt werden. Und dann seien noch die Belange des Naturschutzes zu beachten, ergänzte Fünfzig.

Immerhin fand Jochen Schmitz, der für die Firma Ingenieurplanung Wallenhorst das Gestaltungskonzept vorgestellt hatte, den Vorschlag der Jugendlichen interessant. Er passe auch gut in das verfolgte Konzept, punktuelle Schwerpunkte auszuweisen. Schmitz könnte sich vorstellen, entweder an einer Stelle einen festen Grill zu installieren oder Flächen auszuweisen, auf denen jeder mit einem mitgebrachten Grill den Sommer genießen könne.

Die Gefahr, dass ein solcher Grillplatz von einigen nicht pfleglich genug behandelt werden könnte, hatten auch die Jugendlichen gesehen. Vera Westerhaus und Madeleine Seifert schlugen deshalb vor, eine Grill-Ausleihstation, etwa im Haseseecafé, einzurichten, wo die Nutzer Pfand hinterlegen müssten. So könne auch eindeutig festgehalten werden, wer wann wo gegrillt hat. Mitten in der Stadt sei zudem die soziale Kontrolle größer als etwa beim Grillplatz im Gehn, den Wolfgang Tangemann als Negativbeispiel angeführt hatte.

„Die Schüler sind da nicht blauäugig rangegangen“, hielt Antje Gortmann fest. Die sehr deutlich gewordenen Vorbehalte der Verwaltung veranlassten die Lehrerin zu dem Appell, den Vorschlag ernst zu nehmen. „Sonst macht die Politik sich unglaubwürdig“, erinnerte sie an das Votum des Jugendparlamentes.


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