Nach Coaching durch Frank Rosin Bramsche: Restaurant „Seltenheit“ wird „Piwo & Vino“

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Unter seine Fittiche genommen hat TV-Fachmann Frank Rosin (Mitte) in den vergangenen Wochen die Bramscher Gastronomen Kristian (links) und Marek Wolski. Foto: Björn DieckmannUnter seine Fittiche genommen hat TV-Fachmann Frank Rosin (Mitte) in den vergangenen Wochen die Bramscher Gastronomen Kristian (links) und Marek Wolski. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Das Bramscher Restaurant „Seltenheit“ startet neu unter dem Namen „Piwo & Vino“. Es wird nicht die einzige Veränderung sein, nachdem die Betreiber von dem bekannten TV-Koch Frank Rosin beraten worden sind.

Spätestens Januar 2018 wussten Kristian und Marek Wolski nicht mehr so richtig weiter. „Sechs Jahre lang lief unser Restaurant gut“, erinnert sich Junior Kristian Wolski an die Zeit, als der gastronomische Betrieb an der Breuelstraße noch „Chilli‘s“ hieß. Als er die Geschäftsführung an seinen Vater Marek übergab und sie den Namen in „Seltenheit“ änderten, „blieben nach und nach immer mehr die Gäste aus. Aber wir konnten nicht richtig greifen, woran es lag“, so Kristian Wolski weiter.

Aus 1500 Bewerbern ausgewählt

Anfang Januar bewarben er und sein Vater sich deshalb für die Kabel1-Sendung „Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!“, in der der Sternekoch Frank Rosin mit seinen „Klienten“ neue Perspektiven für gastronomische Einrichtungen erarbeitet, die mal mehr, mal weniger ins Trudeln geraten sind. Aus 1500 Bewerbungen sei das „Seltenheit“ dann ausgewählt worden – „da haben wir richtig Glück gehabt“, findet Senior Marek Wolski. Nach drei Monaten habe es die ersten Kontakte gegeben. Doch wann Rosin in Bramsche auftauchen würde, „das wussten wir nicht. Irgendwann ging einfach die Tür auf und er kam rein“, erinnern sich die Wolskis.

Dieser Überraschungseffekt ist durchaus beabsichtigt, betont Rosin selbst: „Das mache ich immer so, dann bekomme ich gleich einen ersten authentischen Eindruck von dem Restaurant und seinen Betreibern.“ An insgesamt zehn Tagen sei sein Team in den vergangenen Wochen nun in Bramsche gewesen, sechs Tage war auch Rosin selbst vor Ort. In dieser Zeit gelte es zu erkunden, „woran es liegt, dass dieses Restaurant nicht so läuft, wie die Wolskis es sich wünschen“, so Rosin weiter. Was also könnte am Gesamtkonzept, an der Speise- und Getränkekarte, aber auch an der Einrichtung verändert werden? „Das ist eine gemeinsame Reise. Klar ist das Ziel: Wir wollen eine Philosophie für dieses Haus aufbauen, eine Marke entwickeln und letztlich für Bramsche und Umgebung etwas Neues bieten.“

Was ihm wichtig sei, so sagt Rosin, seien „die Menschen, die ihrem Restaurant das Gesicht geben.“ Natürlich gehe es auch darum, berufliche Kenntnisse zu überprüfen und nötigenfalls zu vermitteln. „Aber in einem Restaurant ist immer das Wichtigste, dass die Persönlichkeit des Betreibers darin zu finden ist“, verdeutlicht Rosin seinen Ansatz.

Neue Ausrichtung

Für Marek und Kristian Wolski bedeutet das, dass sie künftig in ihrem Restaurant vermehrt slawisch-polnische Küche anbieten werden. „Bigos, Pierogi, Barszcz“, nennt Marek Wolski einige Gerichte. Auch die Getränkekarte werde künftig beispielsweise tschechische und polnische Biere enthalten. Doch das Restaurant wolle auch künftig leichte Gerichte anbieten, ebenso auch Cocktails und gute Weine. Aus dieser Mischung aus neuer Ausrichtung und Bewährtem ergebe sich auch der neue Name: Piwo ist polnisch für Bier, Vino italienisch für Wein – „Piwo & Vino“.

Am Freitag ab 17.30 Uhr werden die Wolskis unter diesem Namen neu starten. Am Donnerstag steht erst noch in den auch dezent umgestalteten Räumen ein Testessen für 20 geladene Gäste an. Das, so berichtet TV-Mann Frank Rosin, sei „keine Showveranstaltung für die Fernsehaufzeichnung“. Sondern es gebe diese Testessen immer einmal zu Beginn und zum Schluss in den Restaurants, in denen Rosin helfend eingreift. „Beide Male lassen wir das Essen und den Service durch die Gäste bewerten. Das gibt uns also objektive Anhaltspunkte für unsere Arbeit.“

Dass dem „Piwo & Vino“ eine gute Zukunft bevorsteht, kann sich der Fachmann vorstellen: „Ich habe hier zwei liebe nette Menschen kennengelernt, die auch was erreichen wollen“, sagt Rosin. Nur hoffen könne er allerdings, „dass nicht alles kaputtgeredet wird“, sagt Rosin. Er stamme selbst aus einem kleinen Ort. „Ich kenne das, die heimische Gastronomie wird da leider oft nicht wahrgenommen, der Prophet gilt nichts im eigenen Land.“

Ausgestrahlt wird die Sendung mit Marek und Kristian Wolski voraussichtlich erst im Herbst 2018, der Termin steht noch nicht fest.


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