Neue Kontrollen vereinbart Bramsche: Abwasser von Leiber und Dallmann auf dem Prüfstand

Von Heiner Beinke

Erweitert hat die Firma Leiber ihren Betrieb in Engter. Das Abwasser macht auf der Kläranlage noch Probleme.Erweitert hat die Firma Leiber ihren Betrieb in Engter. Das Abwasser macht auf der Kläranlage noch Probleme.

Bramsche. Der Abwasserbeseitigungsbetrieb Bramsche wird künftig das Oberflächenwasser vom Recyclingbetrieb der Firma Dallmann in Engter kontrollieren. Im Klärwerk macht aktuell aber das Abwasser der Firma Leiber mehr Sorgen.

Thomas Schulte vom Abwasserbeseitigungsbetrieb berichtete am Dienstagabend im Betriebsausschuss über die Schwierigkeiten mit dem Abwasser aus der Bierhefeverarbeitung. Nachdem neue Betriebsteile in Engter die Arbeit aufgenommen hatten, gestaltete sich die Anlaufphase schwierig, sagte Schulte. Vor allem die Werte für Ammonium und Phosphor hätten so deutlich über den Grenzwerten gelegen, dass die Kläranlage sie nicht verarbeiten konnte.

Abtransport in Güllefässern

In konstruktiven Gesprächen sei dann an einer Lösung gearbeitet worden. Vorübergehend sei das Abwasser in Güllefässern zum alten Standort in Bramsche transportiert worden, wo es eine Anlage zur Vorbehandlung des Abwassers gibt. Inzwischen passe die Mischung wieder, es gebe aber nach wie vor ein intensives Cpntrolling. „Wir sind wieder auf dem Weg zu 100 Prozent“ hofft Schulte, dass die Anlaufphase bald ganz beendet ist.

Neu organisiert worden ist dagegen das Kontrollsystem bezüglich des Abwassers vom Dallmann-Recyclinghof an der Straße Igels Sand. Nach der Belastung des Pelkebachs mit polyzyklischen, aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) bekam Dallmann zunächst ein Einleitungsverbot und die Auflage, ein komplett neues Konzept zu entwickeln. Nach diesem Konzept gibt es künftig auf dem Werksgelände einen „Weißbereich“, in dem mit problemlosen Stoffen gearbeitet wird, und einen Schwarzbereich für die Arbeit mit problematischen Stoffen.

Regelmäßige Kontrolle

Das Oberflächenwasser aus diesem Bereich wird künftig komplett in den Schmutzkanal zum Klärwerk Bramsche geschickt. Über einen Abscheider und ein Absatzbecken wird das Oberflächenwasser in einem Speicherbecken gesammelt. Von dort nimmt der Abwasserbeseitigungsbetrieb Proben, um zu klären, ob das Wasser übernommen werden kann. Erst nach der Untersuchung gelange unproblematisches Wasser in ein zweites Speicherbecken und von dort zum Klärwerk, erläuterte Schulte. Sollten besondere Belastungen festgestellt werden, müsse dieses Wasser über eine Spezialfirma entsorgt werden. Es gebe dafür einen Vertrag ähnlich dem mit der Entsorgungsfirma Remondis in Achmer.