Wahl Sportler des Jahres Harmonie ist der Erfolgsgarant für Bramscher Ruderinnen

Von Sascha Knapek

Nicht nur im Ruderboot harmonieren die Ruderinnen (von hinten nach vorne) Ricarda Hermansa, Lena Bei der Kellen, Lena Olding und Lena Blechert sowie Steuermann Eric Marshall gut miteinander. Foto: Sascha KnapekNicht nur im Ruderboot harmonieren die Ruderinnen (von hinten nach vorne) Ricarda Hermansa, Lena Bei der Kellen, Lena Olding und Lena Blechert sowie Steuermann Eric Marshall gut miteinander. Foto: Sascha Knapek

Bramsche. Zum dritten Mal werden Bramsches Sportler des Jahres gewählt. Bis Mitte Juni stellen wir die Kandidaten vor. Heute ist der Gig-Doppelvierer der Ruderriege des Greselius-Gymnasiums/TuS Bramsche an der Reihe.

Ihren größten Erfolg des Ruderjahres 2017 durften Lena Bei der Kellen (14 Jahre), Lena Olding (14), Ricarda Hermansa (13), Lena Blechert (14) und Steuermann Eric Marshall (12) in Hannover beim Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ feiern. In der Wettkampfklasse III (14 Jahre und jünger) fuhr der Gig-Doppelvierer mit Steuermann seiner Konkurrenz davon und landete mit einer Bootslänge Vorsprung souverän auf Platz eins.

„Ich war vor dem Rennen sehr aufgeregt. Nach dem Zieleinlauf kam dann die Erleichterung und wir haben richtig gefeiert“, erinnert sich Ricarda Hermansa an das Rennen in Hannover, das das Bramscher Boot mit einer persönlichen Bestleistung beenden konnte.

Als Gig-Doppelvierer rudern die vier Mädchen aus Lappenstuhl (Bei der Kellen und Hermansa), Achmer (Olding) und Bramsche (Blechert) seit nunmehr zwei Jahren zusammen. Auf die Idee, sich zusammen in ein Ruderboot zu setzen, kamen die vier Klassenkameradinnen, da die Freundinnen auf dem Schulhof und in ihrer Freizeit gut miteinander harmonieren.

„Rudern ist ein Teamsport, bei dem mir vor allem die Atmosphäre und die Tatsache gefällt, dass man den Sport mit Freunden zusammen ausüben kann“, sagt Lena Blechert. Die Meinungen ihrer Bootskolleginnen gehen in die gleiche Richtung. „Alleine macht mir das Rudern keinen Spaß“, konstatiert Lena Olding. Und Lena Bei der Kellen ergänzt: „Es ist schön, dass wir die Erfolge miteinander teilen können.“

„In unserem Team stimmt es einfach. Wir harmonieren perfekt miteinander und sind eine Einheit“, erzählt Ricarda Hermansa über den Gig-Doppelvierer, den in der Ruderriege alle unter dem Spitznamen „Lena-Vierer“ kennen. Genauso sieht es Eric Marshall. Der Steuermann ist am kürzesten in der Ruderriege dabei und freut sich dort neue Freunde gefunden zu haben und so gut aufgenommen worden zu sein.

Zum Rudern gekommen sind die Mädchen durch das Schnupperrudern am Greselius-Gymnasium. „Das hat sofort Spaß gemacht und da sind wir dabeigeblieben“, erzählen die Achtklässlerinnen unisono. Steuermann Eric Marshall stieß vor rund einem Jahr dazu. „Das Rudern habe ich beim Tag der offenen Tür für mich entdeckt“, erinnert sich der Sechstklässler aus Epe.

Pro Woche sind die jungen Ruderinnen zwei- bis dreimal für jeweils rund eineinhalb Stunden auf dem Wasser, um zu trainieren. „Vor wichtigen Wettkämpfen treffen wir uns aber auch schon mal zu Extraeinheiten“, erzählt Lena Blechert.

„Die Harmonie untereinander war der Erfolgsgarant dieses Bootes“, beschreibt der Protektor der Bramscher Ruderriege, Michael Denneberg, das sportliche Miteinander seiner Schützlinge. „Der souveräne Landessieg in Hannover spiegelt die Saison dieses Gig-Doppelvierers gut wider.“

„Der Mädchenvierer konnte die 500-Meter-Distanz bei dem Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ gewinnen. Eine Leistung, die die Jury überzeugt hat“, begründet der Vorsitzende des Bramscher Sportverbandes, Christian Kuhlmann, die Nominierung der Greselianerinnen.


Auf Wunsch des Sportverbandes wird die Wahl der Sportler des Jahres etwas modifiziert: Um Mehrfach-Abstimmungen zu vermeiden, werden die Teilnehmer gebeten, ihren Namen anzugeben. Das gilt auch für die Online-Stimmabgabe auf www.noz.de/bramsche. Als Anreiz gibt es etwas zu gewinnen: Unter allen Teilnehmern werden ein iPad und weitere Sachpreise verlost.