Wünsche nicht berücksichtigt Ortsrat Ueffeln kritisiert geplante Sanierung der B218


Ueffeln. Die bevorstehende Sanierung der B218 in Ueffeln stößt im Ortsrat auf Kritik. Alle Änderungswünsche des Ortsrates seien bei einem Vorgespräch mit der Straßenbaubehörde abgewiesen worden, erklärte Ortsbürgermeister Wilhelm Clausing (SPD) in der Sitzung am Montagabend.

Clausing stellte zunächst den Zeitplan vor, den die Straßenbaubehörde vorgesehen hat. Demnach werden die Arbeiten in zwei Abschnitten durchgeführt. Der erste Abschnitt von der Ankumer Straße bis zum Abzweig der Straße nach Neuenkirchen werde ab dem 28. Juni innerhalb einer Woche saniert. Der zweite Abschnitt ab der Neuenkirchener Straße Richtung Hesepe bis zum Kreisel werde erst nach den Ferien in Angriff genommen. Hier dauern die Arbeiten bis November, da hier teilweise Anschlüsse erneuert und Querstraßen eingebunden werden müssten, so Clausing. Für beide Abschnitte werde die Ortsdurchfahrt voll gesperrt.

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Enttäuschung

Den Ortstermin mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Bereich Osnabrück fand auch Balkums Ortsvorsteher Gert Borcherding (CDU) „sehr enttäuschend“. Mit der Erklärung, es gehe nur um den Straßenkörper selbst, seien alle Gestaltungswünsche „abgebügelt“ worden. Bei allen Anregungen zu Fuß- und Radwegen sei darauf verwiesen worden, dass dafür allein die Stadt zuständig sei. Im Ortsrat wurde bedauert, dass es hier nicht vorab eine Absprache gegeben habe.

Linden werden gefällt

Das ist aber nicht die einzige Kröte, die der Ortsrat schlucken muss: Nach Angaben von WilhelmClausing werden im Zuge des Ausbaus fünf der Linden gefällt, die im Rahmen der Dorferneuerung vor 15 Jahren entlang der Ortsdurchfahrt angepflanzt worden seien. Die Äste würden in den Straßenraum hineinragen und von durchfahrenden Lkw gestreift, gab Clausing die Begründung wieder. Laurentius Stuckenberg (CDU) erinnerte daran, dass diese Bäume damals Teil eines Konzeptes zur Gestaltung der Ortsdurchfahrt seien. Nun sehe das Konzept aber so aus, dass es vor allem darum gehe, den Verkehr möglichst ungehindert fließen zu lassen, entgegnete Clausing.

Wenigstens habe man die Behörde davon abhalten können, die Fahrbaninseln und Einengungen auch noch zu beseitigen. Vergeblich sei auch sein Hinweis gewesen, dass für Ueffeln eine Umgehungsstraße geplant sei und die Dorfstraße dann viel zu breit sei. „Darauf könnt Ihr noch zehn Jahre warten“, gab der Ortsbürgermeister die Entgegnung wieder.

Busse halten auf der Straße

Nicht in dieses Konzept passt nach Auffassung des Ortsrates die Absicht, Busse künftig wieder auf der Straße und nicht in den Haltebuchten wie beim Kindergarten halten zu lassen. Für Irritationen sorgte auch die lange Bauzeit für den zweiten Abschnitt. Ihm sei erklärt worden, dass allein der Beton, der in der Einmündung der Neuenkirchener Straße verbaut werde, acht Wochen Zeit zum Aushärten benötige, bevor er den Belastungen durch die hier abbiegenden Lkw gewachsen sei.

Einstimmig drängte der Ortsrat schließlich darauf, dass wenigstens Ersatz für die zu fällenden Linden zu pflanzen sei, um den Charakter der Baumreihe aufrecht erhalten zu können. Außerdem wurde gefordert, dass alle Anlieger zeitnahe detaillierte Informationen bekommen, wie sie ihr Haus in der Bauzeit erreichen können.


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