Pläne werden jetzt ausgelegt Bramsche: Ausschuss billigt Pläne für Varusstraße

Von Heiner Beinke

Bis zu zehn Wohnhäuser können auf der derzeit unbebauten Seite der Varusstraße entstehen. Foto: Heiner BeinkeBis zu zehn Wohnhäuser können auf der derzeit unbebauten Seite der Varusstraße entstehen. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Der Bramscher Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat beschlossen, den Bebauungsplan für die Varusstraße mit den von der Verwaltung vorgesehenen Stichstraßen auszulegen. Jetzt seien insbesondere die Anlieger der bestehenden Siedlung aufgefordert, ihre Meinung zu den Plänen zu sagen, meinte der Ausschussvorsitzende Ralf Bergander (SPD).

Der Plan sieht auch vor, die Varusstraße am Ende des bebauten Bereiches mit einem Wendehammer zu versehen und für den Durchgangsverkehr zu sperren. Wer bisher aus der Gartenstadt über die Varusstraße zur B 218 fuhr, muss künftig ein Stück weiter in Richtung Lappenstuhl fahren und dort in die ebenfalls Varusstraße genannte Straße abbiegen. Ein unnötiger Umweg, der den Lutterdamm zusätzlich belaste, kritisierte Werner Hagemann als Vertreter des Seniorenrates. Gerade zu dieser Frage seien nun auch die Anlieger gefragt, meinte Bergander. „Wir machen hier heute keinen Schlussstrich“, betonte er, dass die Verkehrsführung nur ein Vorschlag der Verwaltung sei, der geändert werden könne.

Mit Stichstraßen

Die Diskussion im Ausschuss konzentrierte sich allerdings auf die Frage, ob die Stichstraßen notwendig seien, mit denen zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Erschließung des Gebietes erfolgen könnte. Der Ortsrat Schleptrup hatte der jetzt vorgesehenen einzeiligen Bebauung nur unter der Bedingung zugestimmt, dass auf diese Stichstraßen verzichtet wird. Der Ausschuss war indes einhellig der Meinung, dass diese Stiche als Option für die Zukunft wichtig seien. „Jetzt will man das nicht, aber in 10, 20 Jahren sieht man das vielleicht anders. Es wäre falsch, wenn man das nicht macht“, sprach sich Jürgen Kiesekamp (FDP) für die Stichstraße aus.

Gut für Gartenstadt

Als Gartenstädterin begrüßte Roswitha Brinkhus (SPD) die Planung. „Schule, Kindergarten, Verbrauchermarkt ist alles da, sogar fußläufig zu erreichen“, verwies sie auf die bestehende Infrastruktur. Auch eine Erweiterung in Richtung Neckarstraße, wo vor vielen Jahren ebenfalls Stichstraßen angelegt wurden, sei für sie erstrebenswert. Die Bramscher Ortsbürgermeisterin, betonte allerdings, das kleine Wäldchen mit dem Bachlauf am Lutterdamm müsse unbedingt erhalten bleiben: „Das ist für mich ein Stück Stadtwald“.

Kein Straßenausbau

Baudirektor Hartmut Greife stellte klar, dass die Bewohner auf der bereits bebauten Seite nicht mit Straßenausbaukosten zu rechnen haben. Es sei nicht geplant, an der Straße Veränderungen vorzunehmen. Der geplante Wendehammer sei nicht umlagefähig.

Der Ausschuss folgte dem VBerwaltungsentwurf einstimmig bei einer Enthaltung von Josef Riepe (Linke). Allerdings hatten Grüne und CDU an der Sitzung aus Protest gegen die Sitzungsleitung durch Ralf Bergander nicht teilgenommen.