Schutz vor Wildunfällen Eper Jäger rüsten Nordtangente mit Reflektoren aus

Von Heiner Beinke

Die Eper Jäger haben diese blauen Lichter entlang der Leitpfähle an der Nordtangente montiert. Sie sollen das Wild abschrecken und Unfälle verhindern helfen. Foto: Friedhelm RichterDie Eper Jäger haben diese blauen Lichter entlang der Leitpfähle an der Nordtangente montiert. Sie sollen das Wild abschrecken und Unfälle verhindern helfen. Foto: Friedhelm Richter

Epe. Entlang der Nordtangente haben Eper Jäger weitere Wildwarnreflektoren angebracht. Das soll helfen, die Zahl der Wildunfälle weiter zu reduzieren.

Warum soll ausgerechnet blaues Licht helfen, Wildtiere von Straßen fernzuhalten? „Diese Farbe kommt in der Natur nicht vor, deshalb meiden die Tiere sie“, erklärten die Jäger.

Sogenannte „Wildtier-Vergrämer“, blaue Lichter auf Stäben, die vorübergehend aufgestellt werden, dienen inzwischen auch schon häufiger dazu, Wildtiere vor der Mahd aus Feldern zu vertreiben.

Der Halbkreis-Reflektor, der an den Leitpfählen am Straßenrand montiert wird, gilt unter Jägern inzwischen als die wirksamste Möglichkeit, Tiere von Straßen fernzuhalten. Die halbrunde Form simuliert beim Auftreffen des Lichtes eine Bewegung, die zusätzlich abschreckt: „Speziell Pflanzenfresser haben zwecks Feindvermeidung ihre Augen beidseits des Kopfes. Sie sehen nicht besonders scharf, aber sie reagieren sehr empfindlich auf Bewegung,“ heißt es in einer Produktbeschreibung.

Wie nötig die Vorsorge ist, zeigen die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2017 für Bramsche: Ein Viertel aller Unfälle im ländlichen Raum sind Wildunfälle.

Die Jäger verweisen auf Studien, nach denen die Zahl der Wildunfälle an Strecken, die entsprechend ausgerüstet sind, um über 70 Prozent zurückgegangen ist.

Finanziell unterstützt wurde die Aktion durch das VGH-Vesucherungsbüro Frank Holthaus, die Volksbank Bramgau-Wittlage und den Ortsrat Epe.