Betriebe haben geschlossen Zahl der Übernachtungen in Bramsche 2017 gesunken

Von Heiner Beinke

Fremdenzimmer sind in Bramsche gefragt, auch wenn die Zahl der Übernachtungen 2017 zurückgegangen ist. Foto: dpaFremdenzimmer sind in Bramsche gefragt, auch wenn die Zahl der Übernachtungen 2017 zurückgegangen ist. Foto: dpa

Bramsche. Die Zahl der Übernachtungen in Bramsche ist im Jahr 2017 um 6,53 Prozent gesunken. Das hat zum einen mit dem schlechten Wetter im Sommer, zum anderen aber auch mit einem gesunkenen Angebot zu tun. Insgesamt ist die Nachfrage nach Fremdenzimmern in Bramsche sehr groß, weiß Christiane Wagner vom Stadtmarketing.

Im Jahr 2016 sind 21.958 Ankünfte und 40.211 Übernachtungen , entsprechend einer Aufenthaltsdauer von 1,8 Tagen, registriert worden. Im letzten Jahr waren es 20.296 Ankünfte und 37.892 Übernachtungen. Die Verweildauer ist somit sogar auf 1,9 Tage angestiegen. Die Zahlen erhebt der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN), der dafür aber nur Beherbergungsbetriebe mit neun und mehr Betten auswertet. In denen hat es in den letzten fünf Jahren nie weniger Ankünfte und Übernachtungen gegeben.

Vorsicht geboten

Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, wie Christiane Wagner ausführt. Zum einen gebe es eine Reihe kleinerer Betriebe, die viele Gäste aufnehmen würden. Zum andern wurden im letzten Jahr mit der „Schlatsburg“ und dem Hotel Penterknapp zwei Betriebe geschlossen. Außerdem standen in den großen Hotels Idingshof und Surendorff wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten nicht alle Zimmer zur Verfügung.

Ein Übriges tat das schlechte Wetter, das insbesondere Wanderer und Radfahrer abschreckte. „Die entscheiden sehr kurzfristig, wo sie hinwollen. Und die spielen bei uns eine große Rolle“, erläutert die Bramscher Touristik-Expertin, die davon ausgeht, dass ab diesem Sommer auch im Hotel Penterknapp wieder zur Verfügung stehen.

Quartiere für Arbeitnehmer gesucht

Das neue Angebot richtet sich auch an eine Gruppe, die in Bramsche immer wichtiger wird: Quartiere für Arbeitnehmer, die auf Baustellen oder im Niedersachsenpark arbeiten, sind gefragte. „Die gehen ins Hotel oder auch in Ferienwohnungen. Das werden immer mehr, so dass es für uns manchmal schwierig wird, Zimmer zu finden“, beschreibt Wagner eine wachsende Nachfrage, für die das Angebot kaum ausreichend. So dürften die gesunkenen Übernachtungszahlen in 2017 wohl nur eine Episode sein.