Nach Beschwerden von Anliegern Aktion gegen Tempoverstöße in Malgarten

Von Matthias Benz

Die Messanlage bringen der Ortsbürgermeister von Epe und Malgarten, Volker Stuckenberg (links), und Verkehrswachts-Vorsitzender Herbert Bockstiegel an. Foto: Matthias BenzDie Messanlage bringen der Ortsbürgermeister von Epe und Malgarten, Volker Stuckenberg (links), und Verkehrswachts-Vorsitzender Herbert Bockstiegel an. Foto: Matthias Benz

Malgarten. Schon seit einiger Zeit gibt es in Malgarten Beschwerden von Anliegern wegen häufiger Geschwindigkeitsübertretungen auf der Kreisstraße 147. Mit einer Geschwindigkeitsanzeige der Verkehrswacht soll mehr Aufmerksamkeit geschaffen werden.

Als Dauerleihgabe installierte Herbert Bockstiegel, Vorsitzender der Verkehrswacht Bramsche, Wallenhorst und Umgebung, gemeinsam mit Epes Ortsbürgermeister Volker Stuckenberg (SPD) die Anlage in der Nähe der Fußgängerampel.

Bei einer Informationsveranstaltung zu zukünftigen Straßenbaumaßnahmen im Bramscher Ortsteil Malgarten hatten zahlreiche Bürger ihren Unmut über die gefährliche Situation an der K147 (Sögelner bzw. Wittefelder Allee) geäußert. „Es hat in den letzten anderthalb Jahren immer wieder Beschwerden gegeben, aber in den vergangenen Monaten ist es noch einmal deutlich mehr geworden“, berichtet Stuckenberg, der sich mit seinen Ortsratskollegen über das Thema beraten hat.

Die K 147 beschreibt mitten in Malgarten eine langgezogene Kurve, die für Autofahrer aus der Einfahrt zum Kloster, von den Parkplätzen der anliegenden Betriebe oder aus Seitenstraßen nur schlecht eingesehen werden kann. Erhöhte Geschwindigkeit macht die Lage noch gefährlicher. Direkt im Scheitelpunkt der Kurve liegt auch die Bushaltestelle, die Schulkinder morgens und nachmittags nutzen.

Zunehmender Verkehr

Der Verkehr habe in den vergangenen Jahren an dieser Stelle zugenommen, nicht zuletzt durch die Industriegebiete im Umkreis, erklärt Volker Stuckenberg. Die künftigen Straßenbaumaßnahmen sollen auch die Anschlussstellen zur K150 (Malgartener Straße) und zur K149 (Riester Straße) entschärfen, von denen aus derzeit noch mit hoher Geschwindigkeit auf die K147 eingebogen werden kann. Dies wird aber erst in den kommenden Jahren geschehen. „Wir müssen jetzt etwas tun, bevor etwas Schlimmeres geschieht“, ist Stuckenberg überzeugt.

Gespräche mit der Polizei hatten schon dazu geführt, dass in letzter Zeit mehrfach an dieser Straße geblitzt worden war. Mit der Geschwindigkeitsanzeige soll eine dauerhafte Maßnahme für mehr Sicherheit sorgen. „Man kann beobachten, dass etwa 80 Prozent der Leute, die zu schnell sind, dann bremsen“, berichtet Herbert Bockstiegel aus seinen Erfahrungen. Die Verkehrswacht besitzt aktuell drei solcher Anlagen, die Fahrzeuge aus rund 200 Metern Entfernung erfassen und dann die Geschwindigkeit in großen Leuchtziffern angibt. „Die meisten Autofahrer sind ja keine Raser, sondern merken nicht einmal, dass sie zu schnell sind. Durch die Anlage werden sie darauf aufmerksam und gehen vom Gas.“ In Epe war die Anlage auch schon in der Nähe der Grundschule im Einsatz. Nach den Sommerferien wolle die Verkehrswacht dort erneut Präsenz zeigen.

Ortsbürgermeister Volker Stuckenberg bedankte sich im Namen des Ortsrats bei der Verkehrswacht und auch bei der Metallbaufirma Bockstiegel, die sich als direkter Anlieger um das regelmäßige Aufladen des Anlagenakkus kümmern wird. „Wir müssen hier auch einfach auf die Vernunft der Autofahrer hoffen. Aber ich denke, dass die Anlage der Verkehrswacht Wirkung zeigen wird“, so Stuckenberg.