Asyl- und Abschiebezentrum Pistorius: Bramsche-Hesepe als Ankerzentrum geeignet

Von dpa

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Die Erstaufnahmeeinrichtung in Bramsche-Hesepe. Foto: Michael GründelDie Erstaufnahmeeinrichtung in Bramsche-Hesepe. Foto: Michael Gründel

Hannover. Für die vom Bund geplanten Asyl- und Abschiebezentren sind nach Einschätzung von Innenminister Boris Pistorius (SPD) die Erstaufnahmeeinrichtungen in Bad Fallingbostel und Bramsche grundsätzlich geeignet.

Allerdings gebe es seitens des Bundesinnenministeriums weiterhin keine konkrete Planung für die sogenannten Ankerzentren, sagte Pistorius am Mittwoch im Landtag in Hannover. „Es ist bis heute nichts Konkretes bekannt.“

Wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) Bramsche und Bad Fallingbostel als Standorte empfehle, verwundere das nicht. Die Einrichtungen übernähmen schon heute eine Vielzahl der Aufgaben möglicher Ankerzentren.

Zentren zur Aufnahme von Schutzsuchenden

SPD und Union hatten sich in ihren Koalitionsverhandlungen in Berlin darauf geeinigt, Zentren zur Aufnahme von Schutzsuchenden einzurichten. Dort sollen auch Asylverfahren stattfinden. Wer nicht anerkannt wird, soll direkt von dort aus abgeschoben werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will die ersten dieser Einrichtungen bereits im August oder September in Betrieb nehmen - also noch vor der Landtagswahl in Bayern im Oktober.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat hatte gegenüber unserer Redaktion über eine Vorauswahl der beiden niedersächsischen Standorte berichtet. „Mit den Ankunftszentren Bad Fallingbostel und Bramsche stehen nach Angaben des Anker-Beauftragten des Bamf zwei Standorte in Niedersachsen ganz oben auf der Empfehlungsliste der Behörde, die an das Bundesinnenministerium für die Auswahl der Anker-Pilotprojekte von Heimatminister Horst Seehofer (CSU) gegangen ist“, sagte Polat der Zeitung.


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