Erste Bilanz gezogen Stromnetzgesellschaft Bramsche erfolgreich gestartet

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Stromnetzgesellschaft Bramsche wird vertreten durch die Geschäftsführer Jörg Brand (links) und Jürgen Brüggemann. Foto: Björn DieckmannDie Stromnetzgesellschaft Bramsche wird vertreten durch die Geschäftsführer Jörg Brand (links) und Jürgen Brüggemann. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. Seit 1. Januar 2017 ist die neue „Stromnetzgesellschaft Bramsche“ aktiv, eine Kooperation der Stadtwerke und des Unternehmens Innogy. Eine erste Bilanz nach der Gründungsphase ziehen die Geschäftsführer Jürgen Brüggemann und Jörg Brand.

An der neuen Stromnetzgesellschaft Bramsche mbH & Co. KG“ sind die Stadtwerke Bramsche mit 74,9 Prozent beteiligt, Innogy mit 25,1 Prozent. Mit der Vertragsunterzeichnung wuchs die von den Stadtwerken (mit-)versorgte Fläche von 13 auf 170 Quadratkilometer. Denn die Netzgesellschaft ist für die Stromversorgung von rund 16.000 Einwohnern sowie den Gewerbe- und Industriegebieten in den Bramscher Ortsteilen verantwortlich und für die Mittelspannungsebene im Kerngebiet von Bramsche. Das Niederspannungsnetz, über das Privathaushalte versorgt werden, hat eine Länge von 505 Kilometern, die „technische Betriebsführung“ liegt hier bei den Stadtwerken, für das 263 Kilometer lange Mittelspannungsnetz bei der Westnetz, einer Tochter der Innogy.

Kein eigenes Personal

„Bislang ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagen übereinstimmend Jürgen Brüggemann (Geschäftsführer Stadtwerke) und Jörg Brand, Leiter für Systemführung bei der Westnetz. Beide sind im „Nebenamt“ gemeinsam für die Geschäftsführung der Stromnetzgesellschaft verantwortlich. Diese verfügt über kein eigenes Personal, da die technischen und kaufmännischen Aufgaben durch die beteiligten Unternehmen erbracht werden. Die Startphase sei „durchaus spannend“ verlaufen, so Brüggemann, „da haben wir auch davon profitiert, dass Innogy in der Gründung von Firmen routinierter ist als wir.“ Mittlerweile habe sich aber alles „sehr gut eingespielt“, auch in der Zusammenarbeit der beteiligten Firmen.

„Wir hatten ja auch in der Vergangenheit schon immer einen intensiven Austausch mit den Kollegen von der Westnetz und unseren Stadtwerketechnikern“, betont Jörg Brand. Und auch Brüggemann verweist auf die „im wahrsten Sinne kurzen Wege zwischen den Stadtwerken an der Maschstraße 9 und Westnetz an der Maschstraße 36 „. Diese Kooperation habe sich auch bei den starken Stürmen im Winter bewährt, als es einige Schadstellen im Stromnetz gegeben habe. „Da hat niemand gefragt: Ist das jetzt unsere Leitung oder Eure? Jeder hat da angepackt, wo es nötig war“, lobt Brand.

Erheblich investiert

Neben dem Zusammenwachsen im organisatorischen Bereich liege man auch wirtschaftlich „die Planzahlen erreicht“, berichtet Brüggemann: „Der Jahresgewinn für 2017 beträgt 379.000 Euro – und das trotz der Investitionen, die wir getätigt haben.“ So wurden 2017 insgesamt rund 9,5 Kilometer Stromkabel verlegt, größtenteils davon ein Rückbau ein Rückbau von Freileitungen zugunsten der erdverlegten Bauweise. Drei Ortsnetzstationen wurden neu errichtet, 60 Anträge für neue Strom-Hausanschlüsse und 25 Anträge für den Anschluss vin Fotovoltaikanlagen bearbeitet, rund 350 Stromzähler neu gesetzt und 5400 Zähler abgelesen. „Insgesamt haben wir dafür 586.000 Euro investiert“, nennt Jörg Brand die konkrete Zahl.

Der Jahresgewinn wird nach den Geschäftsanteilen an der Stromnetzgesellschaft aufgeteilt. „Ein wichtiger Beitrag für uns, nachdem wir für die Beteiligung an der Gesellschaft insgesamt rund 8,6 Millionen Euro aufgewendet haben, die über Darlehen finanziert wurden“, macht Brüggemann die Größenordnung deutlich.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN