An der Vördener Straße Erste Eindrücke aus dem neuen Feuerwehrhaus in Engter

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Bramsche. Das neue Feuerwehrhaus in Engter ist fast fertig. Aber eben nur fast. Ab wann es durch die Ortswehr genutzt werden kann, steht noch nicht fest.

Es hallt: Jedes noch so kleine Geräusch wirkt unheimlich laut in der Eingangshalle des neuen Feuerwehrhauses. Hier sollen künftig die Dienstbesprechungen stattfinden. Jetzt hat sich erstmal der Stadtrats-Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung hier zu einer Sitzung und Begehung des Gebäudes zusammengefunden. „Dass die Akustik hier in diesem Maße zu wünschen übrig lässt, war uns bislang noch nicht bewusst“, räumt Christian Müller ein. Der städtische Gebäudemanager kündigt sogleich an: „Da werden wir noch nacharbeiten, damit das besser wird.“

Auf Funktionalität ausgerichtet

Groß und hell ist dieser Raum. Ein Rednerpult für die offizielle Eröffnung steht schon bereit, eine Theke ebenso – „die ist aber nicht aus Steuergeldern angeschafft worden, die hat die Feuerwehr selbst organisiert“, stellt Müller mit einem Augenzwinkern klar. 1,7 Millionen Euro investiert die Stadt Bramsche für diesen Neubau. Die Eingangshalle ist dabei „der repräsentative Teil des Gebäudes“, so Müller. Alles andere sei „rein auf Funktionalität ausgerichtet.“

Von der Halle aus kommt man in die Wache – „die Technik dort werden wir in enger Absprache mit der Feuerwehr installieren“, so Müller – und in einen kleinen Besprechungsraum, außerdem in die Küche und zu einem Behinderten-WC. Und in einen Flur, der an Sanitäranlagen vorbei zum Herrenumkleideraum führt. Abgetrennt ist die Umkleide für die Feuerwehrfrauen. Beide Räume verfügen über einen direkten Zugang vom Parkplatz aus: Im Alarmfall gilt es, keine Zeit zu verlieren. Aus dem selben Grund sind auch Monitore in den Umkleiden sowie in der benachbarten Fahrzeughalle angebracht: „Nicht zum Fernsehgucken, sondern um erste Informationen bei einer Alarmierung zu erhalten“, berichtet Müller.

Boden bereitet Sorgen

Besichtigt wurde das Gebäude vom Stadtrats-Ausschuss für Feuerwehr und Ordnung. Der städtische Gebäudemanager Christian Müller (im weißen Hemd) erläuterte den Stand der Dinge.

Fünf Rolltore hat die Halle. Ein sechstes ist für die Waschanlage, die künftig auch der Rettungsdienst und der Betriebshof für ihre Fahrzeuge nutzen können. Dass bei einem Stromausfall zwar eine Notversorgung für die Heizungsanlage sichergestellt sein soll, die Rolltore dann aber von Hand geöffnet werden müssen, kommt bei den Feuerwehrleuten nicht so gut an. „Darüber müssen wir nochmal sprechen“, heißt es. Noch mehr Sorgen bereitet allerdings der Boden der Halle: „Da ist schlecht gearbeitet worden“, sagt Müller. Ob so schlecht, dass der Boden erneuert werden muss, werde derzeit von einem Gutachter untersucht. Kleinere Mängel könnten bis Ende Mai ausgebessert werden, glaubt Müller. Dann sei das Gebäude im Grunde bezugsfähig. „Aber wie es sich mit dem Boden verhält, das müssen wir leider noch abwarten.“


Die Stützpunktfeuerwehr Engter

Die Stützpunktfeuerwehr Engter ist eine der acht Feuerwehren in der Stadt Bramsche. Der Löschbezirk umfasst eine Gesamtfläche von fast 70 Quadratkilometern und besteht aus den Stadtteilen Engter, Evinghausen, Kalkriese, Lappenstuhl und Schleptrup. Das sind 37,3 Prozent der Gesamtfläche der Stadt Bramsche. Die fünf Stadtteile haben rund 6000 Einwohner. Zu den Einsatzschwerpunkten gehören unter anderem große Industriegebiete, Schulen, Kindergärten, Autobahnen, Bundes- und Landstraßen, der Mittellandkanal, das Varusschlacht-Museum in Kalkriese, viele Bauernhöfe, Handwerksbetriebe und historische Gebäude. (Quelle: www.feuerwehr-bramsche.org)

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