Motto „Stadt – Land – Schluss?“ Planungen zur Woche der Diakonie 2018 im Kirchenkreis Bramsche

Von Stefanie Demund

Für die Woche der Diakonie 2018 unter dem Motto „Stadt – Land – Schluss?“ werben Vertreter von Gemeinden und Organisationen im Kirchenkreis Bramsche. Foto: Stefanie DemundFür die Woche der Diakonie 2018 unter dem Motto „Stadt – Land – Schluss?“ werben Vertreter von Gemeinden und Organisationen im Kirchenkreis Bramsche. Foto: Stefanie Demund

std Bramsche. Die „Woche der Diakonie“ 2018 im Kirchenkreis Bramsche wird unter dem Motto „Stadt – Land – Schluss?“ stehen. Zur Vorbereitung der Veranstaltungswoche vom 2. bis 9. September 2018 trafen sich jetzt Vertreter von Gemeinden und Organisationen im Bramsche Haus der Kirche.

Zu Beginn des Treffens erläuterte Diakoniepastorin Anke Kusche, wie man zu diesem Motto gekommen war. Die meisten erinnern sich dabei wohl an das bekannte Ratespiel „Stadt, Land, Fluss“. Es gehe um die Frage, ob die Zukunft nicht mehr auf dem Land, sondern in der Stadt liegt. Doch man dürfe in der niedersächsischen Region feststellen, dass die meisten Hilfsangebote im kleinstädtischen und ländlichen Raum anzutreffen sind. Viele Menschen wollen im Alter auf dem Land leben, aber auch für junge Familien seien die ländlichen Regionen weiterhin sehr attraktiv.

Herausforderungen auf dem Land

Dennoch möchte die Diakonie sich fragen, wo es besondere Herausforderungen gibt, auf welche sie reagieren müsse. „Wir möchten die Menschen dort aufsuchen, wo sie leben, und nachfragen, was sie brauchen“, erklärte Kusche. Schwache Infrastruktur, die Entfernung zum Einkaufen oder zum Arzt, das Angewiesensein auf ein Auto: Bei diesen und weiteren Punkten stoßen nach Meinung Kusches Menschen auf dem Land tatsächlich an Grenzen. Weiter zitierte sie einen Vers aus Psalm 66: „Lobt Gott in allen Landen.“ Ein gesegnetes Leben auf dem Land und in der Stadt habe man dort, „wo Menschen lebensbejahende Strukturen vorfinden“. Jesus sei auch immer wieder aus der Stadt und hin auf das Land gegangen und habe die Menschen dort aufgesucht, wo sie leben. Diesem Vorbild möchte die Diakonie folgen und sich um das kümmern, was besonders die älteren Menschen wirklich brauchen.

Auftakt in Lintorf

Bei der anschließenden Gesprächsrunde wurden Vorschläge und Ideen zur Woche der Diakonie gesammelt und Termine festgelegt. Dazu gehört der Eröffnungsgottesdienst am 2. September 2018 um 11 Uhr in der Kirchengemeinde Johannes der Täufer in Lintorf sowie der Abschlussgottesdienst am 9. September 2018 in der St.-Sylvester-Kirchengemeinde in Quakenbrück. Am Mittwoch, 5. September 2018, um 11.30 Uhr findet die zentrale Veranstaltung der Diakoniewoche mit Gästen aus den Kirchenkreisen Osnabrück und Melle im Bramscher Bahnhof statt. Dort wird es Raum für öffentlichen Fachaustausch von mobilen Hilfsangeboten auf dem Land und in der Stadt geben, aber auch die HpH-Band „Klangwerk“ und die Kunstwerkstatt der HpH Bersenbrück werden dort vertreten sein.

Aktionen auf dem Wochenmarkt

Zur Marktzeit wird es am Freitag, 7. September 2018, eine Veranstaltung auf dem Bramscher Markt geben und auch Mitarbeiter des Diakonie-Shops werden dort anwesend sein. Parallel wird es auf dem Markt in Quakenbrück Live-Musik „für gute Zwecke“ geben. Am vorletzten Tag wird im Bohmter Diakonie-Zentrum das fünfjährige Bestehen der Beratungsstelle und des Diakonie-Shops Bohmte unter dem Motto „Ohne Ehrenamt ist Schluss!“ gefeiert.

Die Veranstaltungen werden in den nächsten Wochen unter den jeweiligen Verantwortlichen besprochen und konkretisiert.