TuS 24:24 gegen Eicken Bramscher Handballer feiern Aufstieg in Verbandsliga

Von Sascha Knapek


Bramsche. Vor einer für Bramscher Handballverhältnisse rekordverdächtigen Kulisse von 400 Zuschauern hat sich der TuS im letzten Saisonspiel die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Verbandsliga gesichert. Dafür gereicht hat ein 24:24 (12:11) gegen Eicken.

Dass die Schützlinge der beiden TuS-Trainer Christoph Müller und Maik Podszuweit gegen die Eickener Spielvereinigung nichts dem Zufall überlassen wollen, merkt man in der Realschulhalle von Beginn an. Bramsche geht hart in jeden Zweikampf und sucht in der Offensive den schnörkellosen Weg zum Tor. Alexander Brockmeyer trifft nach 50 Sekunden zum 1:0 und macht in der Folge die ersten fünf Tore der Gastgeber.

Die 5:2-Führung (7. Minute) bringt allerdings keine Ruhe in das Spiel der Hausherren. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Joshua Friese nutzt Eicken zum 5:5-Ausgleich. In dieser Phase bleibt der TuS fast acht Minuten ohne eigenen Treffer. Erst Maurice Strubbe erlöst die zwischenzeitlich nervös wirkenden Hasestädter (6:5, 15.).

Wechselnde Führungen

Bis zur Halbzeitpause sehen die Zuschauer ein Hin und Her. Nachdem Eicken zum ersten Mal in Führung geht (8:7, 19.), sorgt der starke Brockmeyer für den Ausgleich. Der TuS hat bis zum Kabinengang (12:11) meistens ein bis zwei Tore Vorsprung. Absetzen können sich die Hausherren gegen die sehr agile Spielvereinigung aber nicht.

Die zweite Halbzeit beginnt ähnlich wie die erste. Bramsche kommt besser aus den Startlöchern und erhöht auf 14:11 (34.). Kurz darauf hakt es in der TuS-Offensive jedoch erneut. Diverse Latten- und Pfostentreffer des Tabellenführers nutzen die Gäste aus, um erneut selbst in Führung zu gehen (15:14, 40.).

Für den Ausgleich ist abermals Brockmeyer zuständig. Dessen Treffer sowie einige Glanzparaden von TuS-Keeper Kai Golchert sorgen bei den Bramscher Fans für lautstarke Begeisterung. Nichtsdestotrotz lässt Eicken sich nicht abschütteln und nach einem Bramscher Ballverlust liegt wieder die Spielvereinigung in Front (18:17, 47.).

In den darauffolgenden zehn Minuten steht vor allem ein Bramscher im verdienten Rampenlicht. Björn Engler, eigentlich in der TuS-Reserve aktiv, ist aufgrund der Verletzung von Kai Gellermann kurzfristig ins Team berufen worden. Der Routinier bedankt sich für das Vertrauen mit fünf Treffern und hat maßgeblichen Anteil daran, dass Bramsche in der Schlussphase nie zurückliegt.

Immer wieder erkämpft sich der TuS eine kleine Führung, die Eicken aufholen muss. Den Sack zumachen können die Gastgeber allerdings nicht. Nachdem Alexander Brockmeyer in der 58. Spielminute auf 24:22 erhöht, hält es kaum noch jemanden auf den Sitzen. Der Titel liegt in der Luft.

Flatternde Nerven

Eicken möchte dennoch den Spielverderber geben. Da zu diesem Zeitpunkt schon feststeht, dass Dinklage mit 32:25 in Oldenburg gewonnen hat, braucht Bramsche mindestens einen Punkt. Dem TuS flattern die Nerven und Eicken gleicht aus (24:24). Zu spielen sind zu diesem Zeitpunkt allerdings nur noch elf Sekunden. Bramsche gibt den Ball nicht mehr her und hat mit der Schlusssirene sogar die Chance zum Sieg. Dass der Wurf danebengeht, ist der Mannschaft, den Trainern und den TuS-Fans herzlich egal. Dank des Remis bebt die Realschulhalle. Die Hasestädter sind Landesligameister und spielen nächste Saison in der Verbandsliga.

Nach dem Spiel feierte die Mannschaft ihren Trainer Christoph Müller.

Für den TuS Bramsche spielten: Alexander Brockmeyer 12 Tore, Björn Engler 5, Linus Kruse 3, Marc Clausing 2, Christian Bergmann 1, Maurice Strubbe 1, Christoph Müller, Julian Göcke, Marcel Golchert, Joshua Friese, Hendrik Buttke sowie Kai Golchert und Patrick Kovaci (beide Torwart).