30 neue Räume Pläne für Schulbau an der Bramscher Heinrichstraße stehen

Von Hildegard Wekenborg-Placke

Die Pläne für den Erweiterungsbau stehen: von links Barbara Otte-Becker (Realschule), Bürgermeister Heiner Pahlmann, Wolfgang Furche und Christian Müller (Stadt Bramsche) und Dorte Hierse. (Hauptschule). Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeDie Pläne für den Erweiterungsbau stehen: von links Barbara Otte-Becker (Realschule), Bürgermeister Heiner Pahlmann, Wolfgang Furche und Christian Müller (Stadt Bramsche) und Dorte Hierse. (Hauptschule). Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Die Pläne für das 2,5-Millionen-Projekt Schulerweiterung an der Heinrichstraße nehmen allmählich konkrete Gestalt an. Wie Christian Müller vom Gebäudemanagement der Stadt Bramsche am Donnerstag, 3. Mai 2018, erläuterte, hofft man derzeit auf die Baugenehmigung, um nach den Sommerferien mit den Auschreibungen beginnen zu können.

Vor nicht einmal einem Jahr hieß es noch, wenn auch mit Fragezeichen, das Projekt, das ausreichend Platz für Haupt- und Realschule schaffen soll, könne bis zum Schuljahresstart 2018/19 fertig sein. Im Spätherbst waren diese Überlegungen allerdings bereits Makulatur. Die Verwaltung hatte nach neuerlicher Prüfung der Bedarfe dem Rat statt der zunächst vorgesehenen eingeschossigen Erweiterung eine „große Lösung“, einen komplett zweigeschossigen Neubau, vorgeschlagen - Überlegungen, die die Kommunalpolitiker überzeugten. Für den Fachbereich 4, die Bauverwaltung, und die beteiligten Planungsbüros bedeutete dies erhebliche Mehrarbeit. Geblieben ist die Grundidee eines mit dem Bestandsgebäude verbundenen Riegels entlang der Heinrichstraße, der unter anderem die Verwaltungen beider Schulen, Funktionsräume und diverse Klassen- wie Vorbereitungs-beziehungsweise Gruppenräume aufnehmen soll. Auf diese Weise entstehen insgesamt 30 neue Räume mit den verschiedensten Funktionen. Insgesamt „kommt ein Drittel des Bestands als Neubau dazu“, so Müller weiter. Ein Raum soll multifunktional als Klassen- und als größerer Konferenzraum genutzt werden können.

Für die Zukunft gerüstet

„Alle Räume werden technisch optimal ausgestattet“, versicherte Müller, „damit wir für die Zukunft gerüstet sind und später nicht noch mal reißen müssen.“ Nicht nur die Klassen- sondern auch die Gruppenräume würden digital aufgerüstet. Zudem würde das Gebäude mit moderner, zentral steuerbarer Heiz- und Lüftungstechnik ausgestattet.

Vor einige Herausforderungen stellte die Planer der nur fünf Meter breite Innenhof zwischen Bestandsgebäude und Neubau. Mithilfe moderner LED-Lichttechnik sei es aber gelungen, für die angrenzenden Räume gute Lösungen zu finden. „Die Planer haben sich hier richtig Mühe gegeben“, lobte Müller. Um die Verschattung möglichst gering zu halten, bekommt der Neubau ein Flachdach. Die Wände werden in Klinkerbauweise errichtet, wobei die Fassade in der Art einer Scheibe vor den Bau gesetzt werde. Wie der Innenhof gestaltet wird, ob als reine Grünfläche oder als Raum für schulische Nutzungen, ist zurzeit noch unklar.

„Unter extremem Zeitdruck“

„Wir stehen unter extremem Zeitdruck“, räumt Müller ein, schließlich soll das Projekt jetzt möglichst zum Schuljahreswechsel 2019/20 bezugsfertig sein. Jedes Jahr bezieht schließlich ein weiterer Realschuljahrgang das Gebäude. „Trotzdem müssen wir vernünftig planen“. Während die Ingenieure ihre Arbeit tun, tüfteln Vertreter beider Schulen in enger Abstimmung mit der Stadt an einem Nutzungskonzept. „Wir denken in alle Richtungen“, versichern Dorte Hierse und Barbara Otte-Becker als Schulleiterinnen von Haupt- beziehungsweise Realschule. Die Hauptschule brauche Platz für Gruppenarbeit und Inklusionsangebote, die Realschule dafür etliche Fachräume. „Wir brauchen dringend Platz“, sind sich beide Rektorinnen einig. „Wir stehen kurz vor der Dreizügigkeit“, versicherte Otte-Becker. Auch an der Hauptschule stehe oft erst am ersten Schultag fest, wie viele Klassen es geben wird. „Die Eltern wollen ein vielfältiges Angebot. Deshalb müssen die Schulen identifizierbar sein“, fügt Otte-Becker hinzu.

Bürgermeister Heiner Pahlmann wies abschließend darauf hin, dass nicht nur neu gebaut, sondern auch das bestehende Gebäude renoviert werde. Die Arbeiten sollen allerdings vorwiegend in den Ferien stattfinden, um den Unterrichtsbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen.