Brutdauer 36 Tage Bramscher Hasesee-Schwäne erwarten Nachwuchs

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In der Mitte des Bramscher Hasesees brütet eine Schwanendame; im Hintergrund das Rathaus. Foto: Björn DieckmannIn der Mitte des Bramscher Hasesees brütet eine Schwanendame; im Hintergrund das Rathaus. Foto: Björn Dieckmann

Bramsche. England feiert sein „Royal Baby“. Die Bramscher freuen sich hingegen auf den Nachwuchs beim Schwanen-Paar am Hasesee.

Wann die Schwäne am Hasesee Eltern werden, ist unbekannt. Die Brutdauer beträgt 36 Tage, die Brutzeit liegt grundsätzlich zwischen März und Juni. „Wann genau sich die Schwanendame zum Brüten niedergelassen hat, das habe ich leider nicht beobachtet“, kann auch der Bramscher Vogelkundler Rolf Hammerschmidt nicht konkret sagen, wann die Jungtiere schlüpfen werden.

Ebenso unklar ist, ob sich das derzeitige Schwanen-Paar am Hasesee erst jüngst dort angesiedelt hat – oder ob zumindest eines der Tiere auch schon in den Vorjahren dort gelebt hat. Im September 2016 jedenfalls war einer der damals dort lebenden Schwäne tot aufgefunden worden. Vermutet wurde, dass es sich dabei um das Weibchen gehandelt hatte. Warum das Tier starb und welchen Geschlechts es war, wurde allerdings nicht untersucht.

„Dass der damals überlebende Schwan nun einen neuen Partner oder eine neue Partnerin gefunden hat, ist ziemlich unwahrscheinlich“, meint Rolf Hammerschmidt. Denn: „Die Tiere pflegen die Einehe und binden sich für das ganze Leben. Stirbt der Partner, bleiben sie in aller Regel allein.“ Allerdings seien weder die damaligen Tiere beringt gewesen noch die aktuellen. „Eine definitive Aussage lässt sich deshalb nicht treffen“, so Hammerschmidt.

Bei Spaziergängern beliebt

Das – vermutlich – ehemalige Paar jedenfalls wurden von vielen Bramschern, die öfter am Hasesee unterwegs sind, ins Herz geschlossen. Und insbesondere der Nachwuchs: Denn Herr und Frau Schwan hatten 2016 gleich acht Jungtiere aufgezogen. Die insgesamt zehn Wildtiere zeigten nach einiger Zeit allerdings auch ein geradezu unnatürliches Verhalten, bauten sich auf den Wegen am Hasesee regelrecht auf und erwarteten von Spaziergängern, dass sie etwas zu fressen bekommen.

Dies wäre gar nicht nötig. „Wasservögel wie zum Beispiel Schwäne finden in der Regel genügend Futter in der Natur“, heißt es auf der Internetseite des Deutschen Tierschutzbundes. Nur wenn Seen und Teiche zugefroren seien, komme eine zusätzliche Fütterung in Betracht: Neben Getreide, Rübenstückchen und Eicheln werden auch weiche Kartoffeln genannt. Auch Körnerfutter oder Kleie sollen geeignet sein, nicht aber Brotreste, die von vielen Hasesee-Besuchern allerdings an die Schwäne verfüttert wurden.


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