Aktionen und Voresewettbewerb Bramscher Grundschule feiert Bücherei-Geburtstag

Von Judith Perez

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jup Bamsche. Passend zum Welttag des Buches in dieser Woche hat die Grundschule im Sande ihr 10-jähriges Büchereijubiläum gefeiert. Dazu hatte sich die Schule ein besonderes Programmüberlegt.

„Es geht bei den Aktionen immer um die Leseförderung und die Lesemotivation“, erklärte Deutschlehrerin Maria Wencker, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Imme Meyer den Aktionstag organisiert hatte. Im Mittelpunkt stand ein Vorlesewettbewerb, bei dem in den letzten Wochen im dritten und vierten Jahrgang zunächst der beste Junge und das beste Mädchen jeder Klasse ermittelt wurden. „Es begann mit einem bekannten Text, dann folgte ein unbekannter“, so Wencker, den sich die Schüler selbst aussuchen konnten.

Vorlesewettbewerb

Am Mittwochvormittag traten dann in beiden Jahrgängen jeweils vier Schüler gegeneinander an, um den Jahrgangssieger zu ermitteln. „Das muss man sich erst einmal trauen“, lobte Schulleiter Klaus Feldkamp seine mutigen Vorleser und gab zu, dass er sich das in dem Alter nicht zugetraut hätte. „Da wäre mir bestimmt die Spucke weggeblieben.“ Und, obwohl die Jury, drei Lesepatinnen der Grundschule und zwei Deutschfachkräfte, nach den Kriterien Tempo, Lautstärke, Betonung und Lesefluss sich für einen entscheiden musste, lobten Wencker und Feldkamp immer wieder auch die zweiten Plätze. Als Gewinne gab es Buchgutscheine und Lesezeichen.

Bücher-Tankstelle

Als weitere Aktion neben dem Vorlesewettbewerb gab es am Mittwochmorgen ganz neu in der Grundschule die sogenannte Bücher-Tankstelle. „Das ist der absolute Burner“, freute sich Wencker. Auf einem Tisch am Rand der Pausenhalle lagen seit morgens Bücher, die sich die Grundschüler im Tausch gegen ein eigenes Buch oder gegen eine kleine Spende mit nach Hause nehmen durften. „Viele Kinder waren heute Morgen schon früher da, als üblich“, erzählte Wencker. Henry zum Beispiel. Er hatte es auf „Greg‘ s Tagebuch“ abgesehen, und war zum Glück auch rechtzeitig da. Im Tausch hatte er einen Indianer-Bildband da gelassen, der bereits nach der großen Pause einen neuen Besitzer gefunden hatte.

Lesepatinnen

Die ehrenamtlichen Lesepatinnen der Grundschule, Lisel Naumann, Anne Six-Schötschel und Edith Bliesener, die beim Vorlesewettbewerb als Jury dabei waren, kommen ein bis zweimal pro Woche in die Schule, um einzelne Schüler zu unterstützen oder in der Bücherei die Ausleihe zu organisieren. Dabei gehe es nicht nur um das Vorlesen oder die Lesekompetenz, erklärten die drei Frauen. „Wir haben einfach ein offenes Ohr für die Schüler und hören zu, wenn es auch mal Probleme gibt. Das tut gut und stärkt so auch den Mut, sich etwas zuzutrauen, wie etwa das Vorlesen eines Textes“, so Naumann.


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