Einzelkritik der Red Devils Bramscher Korbjäger haben sich als Team präsentiert

Von Sascha Knapek

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Die beiden Nachwuchskräfte Jan Philipp Seitz (mit Ball) und Romello Steffen (links) gehören zu den unangefochtenen Leistungsträgern. Foto: Rolf KamperDie beiden Nachwuchskräfte Jan Philipp Seitz (mit Ball) und Romello Steffen (links) gehören zu den unangefochtenen Leistungsträgern. Foto: Rolf Kamper

Bramsche. Wie haben sich die Basketball-Herren der Ademax Red Devils Bramsche in der Spielzeit 2017/18 präsentiert und wer hatte welchen Anteil an der Vizemeisterschaft der Hasestädter?

Zum Abschluss der Regionalligasaison 2017/18 werfen wir einen Blick auf den gesamten Kader des TuS.

Derick Pope (18 Spiele/ 16,8 Punkte pro Partie): Der US-Amerikaner war Topscorer und beim Weitem kein Totalausfall. Dennoch muss man unter dem Strich sagen, dass der Flügelspieler die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Pope hat weder die Qualitäten eines Anführers gezeigt, noch konnte er auf dem Feld den Unterschied ausmachen, den sich ein Regionalligist von einem US-Legionär erhoffen darf.

Romello Steffen (18/12,8): Hinter dem Youngster liegt eine für seine Verhältnisse typische Saison mit Höhen und Tiefen. Allerdings hatten die Höhen das Übergewicht. Vor allem bei Heimauftritten würde man dem Heißsporn oft einen etwas kühleren Kopf wünschen. Aber gerade seine Unberechenbarkeit macht den großen Unterhaltungswert seiner mitreißenden und energiegeladenen Spielweise aus.

Jan Philipp Seitz (18/11,9): Das Eigengewächs hat sich zum Kopf des Teams entwickelt. Als Point Guard gab er nicht nur in der Offensive die Marschrichtung vor, auch defensiv gehörte er mit Steffen zusammen zum Besten, was die ausgezeichnete Red-Devils-Defensive zu bieten hatte. Sein Wurf war weiterhin wacklig, entwickelt sich aber in die richtige Richtung. Der Zug zum Korb war offensiv seine beste Waffe, die er mittlerweile gezielt einsetzt.

Daniel Meyer (17/11,1): Mit 33 erfolgreichen Dreipunktwürfen hat der Aufbauspieler seinem Spitznamen wieder alle Ehre gemacht. Gerade von der Bank war „Dreier-Meyer“ für Trainer Dennis Wesselkamp eine gute Alternative, die viel Offensivpotenzial zu bieten hatte. Defensiv gab es für Meyer schon bessere Spielzeiten in Bramsche.

Bernd Fährrolfes (17/9,7): Auch in dieser Saison war der Center der von den TuS-Verantwortlichen erhofft Anker und Anführer. Gerade in den schwierigen Spielen hat der Kapitäne Verantwortung übernommen und seine Teamkollegen mitgerissen. Ohne den 33-Jährigen hätte die Red Devils nach 16 Spielen mehr als nur eine Niederlage auf dem Konto gehabt.

Milovan Radmanovic (9/7,0): Die Nachverpflichtung war solide, aber unauffällig. Gerade die Hoffnung, dass sich Radmanovic von Spiel zu Spiel besser ins System einfügen würde, erfüllte sich nicht. Bei aller Spielintelligenz fehlte die nötige Spritzigkeit, um der Bramscher Titelhoffnung in der Schlussphase der Saison den nötigen Anschub zu geben.

Marko Primorac (18/6,6): Von den drei Ausländern hat Kroate die wenigsten Punkte gemacht. Dafür war Primorac maßgeblich am Erfolg der Red Devils beteiligt und in vielen Phasen wichtiger als der US-amerikanische Topscorer. Der Allrounder hatte immer den Überblick, wo seine Mitspieler stehen, wo der nächste Abpraller landet und welches Tempo man am besten einschlagen muss.

Heiner Fährrolfes (16/3,2): Für den jüngeren Fährrolfes-Bruder war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Wenn er einen Lauf hatte, fielen in der Offensiv die Mitteldistanzwürfe und in der Verteidigung die Blocks. Demgegenüber standen Phasen, in den man den Center nicht sah oder bei ihm wenig zusammenlief.

Max Grevemeyer (16/2,6): Immer wenn Grevemeyer das Spielfeld betrat, durfte man sich auf engagierte Defensive und Gefahr von außen freuen. Der Youngster steht exemplarisch für die gute Nachwuchsarbeit des TuS. Eine größere Rolle scheint vorprogrammiert.

Marcel Kosiol (17/2,3): Beim Routinier sind es nicht die Punkte, sondern die Qualität als Anführer aufzutreten, die zählt. Als Kopf der zweiten Fünf und Antreiber (ob von der Bank oder auf dem Feld) hatte er einen großen Anteil am Erfolg der Red Devils. Seine Allroundfähigkeiten waren ein Trumpf, den Coach Wesselkamp gerne ausgespielt hat.

Andreas Joachim (10/1,8): Das Steckenpferd des Routiniers, Dreipunktwürfe, wollten in dieser Saison nicht fallen. Auf der Suche nach mehr Spielzeit verließ er die Red Devils nach zehn Partien.

Die Teilzeitkräfte: Yannik Rautenstrauch, Marius Rautenstrauch, Thorben van de Water und Jannis Meyer kamen zu Kurzeinsätzen.


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