„Menschen suchen Beratung“ Erster Pflanzenmarkt bei den Kalkrieser Gemüsegärtnern

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kistenweise stehen schon jetzt Erdbeeren, Tomaten, Gemüsepflanzen und Kräuter in Kalkriese zum Verkauf. Burkhard Preckel (links) und Udo Engelke freuen sich auf den ersten Pflanzenmarkt am 6. Mai.

            

              Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeKistenweise stehen schon jetzt Erdbeeren, Tomaten, Gemüsepflanzen und Kräuter in Kalkriese zum Verkauf. Burkhard Preckel (links) und Udo Engelke freuen sich auf den ersten Pflanzenmarkt am 6. Mai. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Kalkriese. Am Sonntag, 6. Mai 2018, laden die Kalkrieser Gemüsegärtner von 10 bis 17 Uhr zum ersten großen Pflanzenmarkt auf ihrem Gelände an der Alten Heerstraße 20 in Kalkriese ein. Im Mittelpunkt soll neben dem Verkauf die Beratung stehen.

„Wir verkaufen seit Jahren Kräuter- und Gemüsepflanzen auf den Wochenmärkten“, sagt Geschäftsführer Udo Engelke. „Die Kunden wollen biologisch aufgezogene Pflanzen“. Bekannt wurde das Unternehmen durch die Abo-Kisten, mit denen sich Kunden aus dem ganzen Osnabrücker Land Bio-Obst- und Gemüse nach Hause liefern lassen. Die Pflanzen sind allerdings mittlerweile ein nicht zu unterschätzender Geschäftsbereich geworden. „Deshalb hatten wir die Idee, einmal einen Markt im größeren Stil hier vor Ort aufzuziehen“, sagt Engelke.

„Junge Leute gärtnern wieder gern“

„Gerade junge Leute gärtnern wieder gern“, hat Gemüsegärtner-Gründer Burkhard Preckel beobachtet. Vor die Ernte von leckeren Tomaten, knackigen Salaten und aromatischen Kräutern hat der Gärtnergott allerdings eine gehörige Portion Wissen und Erfahrung gesetzt und beides sei vielfach nicht vorhanden. „Es besteht ein riesiger Bedarf. Die Leute brauchen einfach Beratung“, sagt Preckel. „Das können wir auf den Wochenmärkten einfach nicht mehr leisten. Wir möchten deshalb hier auf den Hof einladen. Dann können sie fragen, so viel sie wollen“, schmunzelt Preckel. So sei beispielsweise die Nachfrage nach „alten Sorten“ sehr groß, sagt der Mitbegründer der „Gemüsegärtner“. „Aber es hat manchmal schon seinen Grund, dass diese Sorten nicht mehr angebaut werden“. Häufig seien die Pflanzen beispielweise sehr anfällig oder wenig ertragreich. „Und wenn die Zucchini dann nicht wachsen, sind die Leute frustriert und verlieren den Spaß daran“, meint er.

Viel Beratung

Derart negative Erlebnisse wollen die Gemüsegärtner mit ihrem Pflanzenmarkt und viel Beratung entgegenwirken. Unterstützt wird das Team dabei von Geschäftspartner Matthias Krause, der in Kalkriese einen Bio-Gartenbaubetrieb leitet. Die Kunden werden aussuchen können zwischen Gemüsepflanzen aller Art, Kräutern und einjährigen Blumen. Auch empfindliche Sorten wie Zitronenverbene und Strauchbasilikum werden dann neben Bärlauch, Currykraut oder den verschiedensten Minzen, Oregano, Thymian, Petersilie, Schnittlauch zu haben sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Allein zwischen mindestens 15 Tomatensorten kann der Gartenfreund auswählen. Ein Großteil der Pflanzen wird in Töpfen angeboten, um den Balkongärtnern entgegenzukommen. Biologisches Saatgut, Vliese und Netze wird es zu kaufen geben. Erstmals überhaupt haben die Gemüsegärtner auch Beerensträucher im Angebot. „Die ist ganz wichtig für Insekten und Vögel“.

Dieser Aspekt der Nachhaltigkeit und Biodiversität ist den Veranstaltern äußerst wichtig und wird auch bei einem Vortrag des Osnabrücker Biologieprofessors Herbert Zucchi über „grüne Lebensräume“ stehen, der das Programm des Pflanzenmarktes abrundet.

Übrigens: Kaffee, Kuchen, Getränke und Kinderbelustigung gibt es an diesem Sonntag auch.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN