Für Familien und die Jugend Was die Bramscher Frühjahrskirmes so besonders macht

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Vor dem Start der Frühjahrskirmes 2018 in Bramsche baut Schausteller Carsten Wieland seinen Stand auf. Foto: Nadine GrunewaldVor dem Start der Frühjahrskirmes 2018 in Bramsche baut Schausteller Carsten Wieland seinen Stand auf. Foto: Nadine Grunewald

Bramsche. Für das Gros der Schausteller ist die Bramscher Frühjahrskirmes ein Heimspiel. Karussell- und Standbetreiber haben uns verraten, was den Jahrmarkt in Bramsche für sie so besonders macht und was ihn von anderen Kirmessen unterscheidet.

Kurz vor dem Start der Kirmes füllt sich die Bramscher Innenstadt. Wo sonst Marktstände stehen, nimmt der Autoscooter Form an, Karussells, Spielbuden, Essensstände und Wagen voller Süßwaren bilden an den gewohnten Stellen die Flaniermeile durch die Stadt, die am Wochenende von – so hoffen die Schausteller – zahlreichen Besuchern gefüllt wird. 

Noch allerdings ist nichts los. Bernd Kracke junior, Vorsitzender des Schaustellerverbands Weser-Ems, nutzt die Gelegenheit, geht den Kirmesplatz ab und zeigt auf die Stände: „Der kommt aus Bramsche, der kommt aus Bramsche, der dahinten auch und dieser hier ebenfalls“, sagt er. „Es gibt wohl keine Kirmes, auf der so viele Schausteller aus der Region sind.“

Die Mischung passtBernd Kracke junior

Und die kommen alle gerne, wie Kracke junior, der im Übrigens selbst auch Bramscher ist, sagt. Zum einen, weil der Frühjahrsjahrmarkt in der Tuchmacherstadt eine gute Kirmes sei. „Die Mischung an Karussells passt. Es wird immer viel getauscht, sodass es interessant bleibt.“ Möglich sei das, weil die Kirmes unter Schaustellern einen guten Ruf genieße. Zum anderen seien die Schausteller hier willkommen – was wohl auch daran liege, dass allein rund 30 Schaustellerfamilien aus der Region kommen und dort auch ihr Winterquartier haben. 

Heimspiel für viele Schausteller

Viele von ihnen haben in Bramsche also ein Heimspiel – auch Tim Welte, der den Musikexpress mitgebracht hat. „Dass eine Kirmes im Herzen der Stadt ist, ist selten, wird aber langsam wieder mehr, weil die Leute gemerkt haben, dass wir die Menschen anziehen“, sagt er. 

„Im Herzen der Stadt herrscht ein ganz anderes Flair“, findet auch Bernd Tovar senior, der mit dem größten Autoscooter Norddeutschlands auf dem Heinrich-Beerbom-Platz steht. Streng genommen gehört die Kirmes schließlich auch in die Innenstadt in die Nähe einer Kirche, geht das Wort doch auf die Kirchweihe zurück. (Weiterlesen: Maschstraße wird für Kirmes gesperrt)


Bernd Tovar junior (links) und senior bauen vor dem Start der Frühjahrskirmes 2018 in Bramsche den Autoscooter auf. Es ist der größte Scooter Norddeutschlands. Foto: Nadine Grunewald


In Bramsche habe sich in den vergangenen zehn Jahren von alleine entwickelt, wofür an anderen Orten noch kein passendes Rezept gefunden worden ist: Ein Jahrmarkt, der alle anspricht. Tagsüber kommen die Familien, am Abend die Jugend. 

Und dennoch ist es „keine Saufkirmes, wo die Leute nachts grölen“, wie Carsten Wieland sagt. Der Bramscher ist mit einem Kinderkarussell, einer Schießbude und einem Süßwarenstand auf der Kirmes vertreten. Er komme besonders gerne hierher; auch, weil er hier viele Leute kenne. Und: „Es ist ein sehr friedliches und ruhiges Geschäft hier. Das macht Spaß.“ Eine Zeit lang sei das auch schon mal anders gewesen, erinnert sich Tim Welte. Doch seit acht bis zehn Jahren gebe es keinen größeren Krawall mehr, sei das Publikum kirmesfreundlich geworden. „Ich wäre froh, wenn ich jede Woche so eine Veranstaltung hätte“, sagt Kracke junior. 

Kirmes verlängert

In diesem Jahr geht die Kirmes wegen des Maifeiertags noch einen Tag länger als sonst. Von Freitag, 27. April, bis Dienstag, 1. Mai, können Besucher über den Rummel schlendern. Die Buden und Karussells öffnen täglich um 14 Uhr. 

Ein besonderes Highlight wird das Höhenfeuerwerk hinter dem Rathaus am Samstag, 28. April, gegen 21.30 Uhr sein. Am Sonntag, 29. April, haben zudem die Geschäfte in der Innenstadt von 14 bis 18 Uhr geöffnet.


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