CDU und FDP gegen Neubau Ortsrat Bramsche uneins bei Schevenbrücke

Von Heiner Beinke

Beliebt bei Fußgängern und Radfahrern ist die Schevenbrücke. Die Holzkonstruktion ist allerdings marode. Foto: Heiner BeinkeBeliebt bei Fußgängern und Radfahrern ist die Schevenbrücke. Die Holzkonstruktion ist allerdings marode. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Ortsratsmitglieder von CDU und FDP im Ortsrat Bramsche haben sich dagegen ausgesprochen, den Neubau der Schevenbrücke über die Hase im Jahr 2019 zu beginnen. Die SPD-Mehrheit sowie der Grünen-vertreter Hilmar Franke votierten allerdings dafür, 250.000 Euro dafür im Haushalt 2019 vorzusehen.

Der Ortsrat hatte bereits jetzt über die Prioritätenliste für das Jahr 2019 zu entscheiden, weil die Haushaltsplanberatungen erstmals seit längerer Zeit noch in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Unumstritten sind der Endausbau von Weser- und Emsstraße (475.000 Euro) sowie der Mecklenburger Straße (100.000 Euro) in der Gartenstadt auf den Plätzen eins und zwei der Liste.

Die Schevenbrücke steht auf Platz drei. Auch wenn die SPD es befremdlich finde, dass diese Brücke nach nur 30 Jahren abgängig sei, plädiere sie für einen Neubau, sagte der Fraktionssprecher Christian Lübbe. Zur Begründung führte er an, dass die ersatzweise Verlegung der Gasversorgungsleitung, die jetzt unter der Brücke verlaufe unter dem Fluss entlang noch teurer werden dürfte. Außerdem sei die traditionelle Verbindung über die Hase zwischen Krankenhaus und Stadtwerken sehr beliebt. Der Neubau solle zudem viel dauerhafter sein, meinte Lübbe, dem dabei als Beispiel eine Metallkonstruktion vorschwebte.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Imke Märkl und Anette Staas-Niemeyer (FDP) widersprachen: Die Kosten seien zu hoch für eine zusätzliche Brücke wenige Meter von einer bestehenden entfernt. Außerdem erschließe sich ihr der Zusammenhang mit der Rohrleitung der Stadtwerke nicht ganz. Hier würde sie gerne einmal Zahlen hören, was eine Alternative denn tatsächlich koste.

Anette Staas Niemeyer plädierte dafür, die Entscheidung über die Brücke zumindest bis zum Vorliegen des Verkehrsentwicklungsplanes zurückzustellen.

Bei der Abstimmung votierten 14 Ratsmitglieder für die Aufnahme der Brücke, 7 waren dagegen. Mit dem gleichen Ergebnis wurde auch der umstrittene Ausbau des Behelfsparkplatzes hinter dem Rathaus wieder in die Liste aufgenommen.