Übergang zur Oberstufe Vereinbarung zwischen Bramscher IGS und Gymnasium

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Von der IGS muss demnächst zum Gymnasium wechseln, wer nach der Klasse zehn das Abitur anstrebt. Foto: Hildegard Wekenborg-PlackeVon der IGS muss demnächst zum Gymnasium wechseln, wer nach der Klasse zehn das Abitur anstrebt. Foto: Hildegard Wekenborg-Placke

Bramsche. Greselius-Gymnasium, IGS und Landkreis Osnabrück als Träger beider Schulen haben sich offenbar in einem moderierten Prozess auf eine Vereinbarung geeinigt, die den Übergang von Gesamtschülern in die Oberstufe des Gymnasiums regelt. Das Vorliegen des Papiers bestätigte Kreisrat Matthias Selle am Dienstag gegenüber den Bramscher Nachrichten.

Einzelheiten der „Erklärung zur Zusammenarbeit“, wie sie offiziell heißt, sollen erst am 23. Mai vorgestellt werden, wenn sich der Bildungsausschuss des Kreistages mit dem Thema befasst. Soviel ist allerdings schon klar: Das Papier wird ausdrücklich den Übergang der besonders qualifizierten Sek-I-Absolventen an das Bramscher Gymnasiums regeln. Nach dem Wechsel hat die IGS dann keine Einwirkungsmöglichkeiten mehr. Die Jugendlichen werden in dem noch zu errichtenden Oberstufenhaus unterrichtet, mit dessen Bau, so Selle, wohl noch in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden soll. Eltern, die Wert darauf legen, dass ihre Kinder die Oberstufe einer Gesamtschule besuchen, müssten einen Wechsel nach Osnabrück-Eversburg oder Fürstenau ins Auge fassen.

Der Vereinbarung sei ein „mehrstufiger Kommunikationsprozess“ unter Mitwirkung eines externen Moderators vorangegangen, um zu klären, wie der Wechsel der IGS-Schüler auf das Gymnasium verlaufen solle. Das Wort „Übergangsmanagement“ wies Selle rein auf IGS und Gymnasium bezogen allerdings zurück. Vielmehr gehe es in dem Papier darum, „Rahmenbedingungen zu schaffen, wie Schülern die Fähigkeiten vermittelt werden können“, die in einer gymnasialen Oberstufe nötig seien. Dabei gehe es nicht nur um die Schüler der IGS, sondern ausdrücklich um alle Schüler mit einem qualifizierten Sek-1-Abschluss, die ein Abitur am Bramscher Gymnasium anstrebten. Das könnten beispielsweise auch Schüler der Bramscher Realschule oder der Oberschule in Neuenkirchen sein.

„Es lässt sich schon aus rechtlichen Gründen gar nicht anders regeln“, unterstrich Selle. Das Niedersächsische Schulgesetz sehe vor, dass Oberstufen zwingend nur einer Schule zugeordnet werden könnten. In diesem Fall dem Greselius-Gymnasium, da ein Gymnasium qua Definition eine Oberstufe haben müsse und zwei parallele Oberstufen zu einem Kannibalisierungseffekt führen könne.

Die angestrebte Regelung werde dagegen, so hofft Selle, eine für alle Schüler und ihre Eltern attraktive Oberstufe mit einem besonders breiten Angebot ermöglichen. Der Kreisrat könnte sich an einer solchen schülerstarken Oberstufe die Einrichtung eines gesellschaftswissenschaftlichen oder eines musischen Zweiges vorstellen. Auch ein Schwerpunkt Sport sei denkbar. „Je mehr Schüler diese Oberstufe besuchen, desto größer werden die Wahlmöglichkeiten sein. Wir möchten als Träger, dass möglichst viele Schüler, auch solche mit besonderen Begabungen, in Bramsche ihr Abitur machen können“.

Selle schloss: „ Wir werden als Träger keine Oberstufe für die IGS beantragen “. Diese Vorgehensweise sei auch mit der Landesschulbehörde abgestimmt.


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